Neues Geschäftsmodell: Flüchtlinge abkassieren und dann ins Meer stoßen, um nicht bestraft zu werden und mehr Geld mit ihnen zu verdienen! „Die Schmuggler wissen, dass die Situation gefährlich für sie ist und auf sie geschossen werden könnte. Also setzen sie sie in der Nähe der Küste aus.“ Zugleich „optimieren“ die Menschenschmuggler ihren „Gewinn“, indem sie sich auf halber Strecke der Migranten entledigen. Zum zweiten Mal binnen zwei Tagen wurden Flüchtlinge vor der Küste des Jemen ins Meer gestoßen. Wieder gab es Tote. Vor allem junge Menschen. Es handelte sich bereits um das zweite Drama dieser Art innerhalb von 24 Stunden. Erst am Mittwoch waren nach Angaben der IOM mindestens 29 Flüchtlinge ertrunken, nachdem die Schlepper sie vor der Küste des Jemen ins Meer gestoßen hatten. Die Menschenschmuggler hatten die Migranten in Somalia aufgenommen. Vor der jemenitischen Küste wurden sie dann brutal ins Wasser gestoßen, als die Schlepper „uniformierte Personen“ sichteten.

FLÜCHTLINGSDRAMA

Schlepper treiben erneut Flüchtlinge vor Jemens Küste ins Meer

Es sieht nach einem neuen grausamen „Geschäftsmodell“ von Menschenschmugglern aus. Zum zweiten Mal binnen zwei Tagen wurden Flüchtlinge vor der Küste des Jemen ins Meer gestoßen. Wieder gab es Tote.

Jemen Schlepper lassen Migranten ertrinken (picture-alliance/house 6 peter eisenmann)IOM-Mitarbeiter mit vor dem Jemen aus dem Meer geretteten Flüchtlingen

Die Internationale Organisation für Migration (IOM) berichtet, etwa 180 Migranten seien von den Schleppern gezwungen worden, von ihrem Boot ins stürmische Meer zu springen. Fünf Leichen seien bereits entdeckt worden, rund 50 Menschen würden vermisst.

Bei den Flüchtlingen handelt es sich laut der UN-Unterorganisation IOM vorwiegend um sehr junge Menschen aus Somalia und Äthiopien. Aus den beiden bitterarmen afrikanischen Staaten versuchen viele Menschen gegen Bezahlung mit Hilfe von Schleppern vom Horn von Afrika aus über das Meer erst in den Jemen und von dort aus auf dem Seeweg weiter in die wohlhabenden Staaten am Persischen Golf zu gelangen. Dort wollen sie Arbeit finden.

„Beginn eines neuen Trends“?

Es handelte sich bereits um das zweite Drama dieser Art innerhalb von 24 Stunden. Erst am Mittwoch waren nach Angaben der IOM mindestens 29 Flüchtlinge ertrunken, nachdem die Schlepper sie vor der Küste des Jemen ins Meer gestoßen hatten. Die Menschenschmuggler hatten die Migranten in Somalia aufgenommen. Vor der jemenitischen Küste wurden sie dann brutal ins Wasser gestoßen, als die Schlepper „uniformierte Personen“ sichteten, wie Überlebende IOM-Mitarbeitern schilderten. Die Helfer entdeckten die Flüchtlinge an einem Küstenabschnitt des Jemen.

„Das ist vielleicht der Beginn eines neuen Trends“, sagte IOM-Sprecherin Olivia Headon der Nachrichtenagentur Reuters. „Die Schmuggler wissen, dass die Situation gefährlich für sie ist und auf sie geschossen werden könnte. Also setzen sie sie in der Nähe der Küste aus.“ Zugleich „optimieren“ die Menschenschmuggler ihren „Gewinn“, indem sie sich auf halber Strecke der Migranten entledigen.

Flucht vor Armut und Konflikten in der Heimat

Seit Januar kamen nach IOM-Schätzungen von Afrika aus rund 55.000 Migranten über den Golf von Aden und das Rote Meer. Rund 30.000 von ihnen sind unter 18 Jahren. Im vergangenen Jahr strandeten mehr als 110.000 Flüchtlinge im Jemen. Der gefährliche Weg über das arme Bürgerkriegsland auf der arabischen Halbinsel ist die kürzeste Route in die Golfstaaten.

Somalia ist seit dem Bürgerkrieg 1991 in verschiedene Fraktionen zerfallen und wird von der islamistischen Al-Shabaab-Miliz terrorisiert. Sowohl in diesem Land als auch in Äthiopien drohen wegen anhaltender Dürre außerdem Hungersnöte.

qu/kle (rtr, afp, dpae, epd, IOM)

http://www.dw.com/de/schlepper-treiben-erneut-fl%C3%BCchtlinge-vor-jemens-k%C3%BCste-ins-meer/a-40041786?maca=de-newsletter_de_Nachrichten_spaet-6815-html-newsletter

FLÜCHTLINGSDRAMA

Schmuggler stößt 120 Migranten ins Meer

Helfer sind entsetzt: Vor der Küste des Jemen werden Flüchtlinge aus Somalia und Äthiopien gezwungen, ins Wasser zu springen. Mindestens 29 von ihnen ertrinken. Und der Schmuggler geht seinem nächsten Job nach.

Äthiopien äthiopische Flüchtlinge kehren aus dem Jemen zurück (IOM Ethiopia)Äthiopische Flüchtlinge im Jemen (Archivbild)

Der Schmuggler hatte die Migranten in Somalia aufgenommen. Vor der Küste des Jemen – im Golf von Aden – stieß er sie dann brutal ins Wasser, als er „uniformierte Personen“ sichtete, wie Überlebende den Mitarbeitern der Internationalen Organisation für Migration (IOM) schildern. Die IOM-Helfer entdeckten die Flüchtlinge an einem Küstenabschnitt des Jemen. 29 Menschen ertranken demnach. Ihre Leichen wurden von den Überlebenden am Strand in flachen Gräbern verscharrt. 22 Migranten werden vermisst. Unter den Toten und Vermissten sind nach IOM-Angaben viele Frauen und Kinder.

Die Überlebenden berichten weiter, der Schlepper habe sich anschließend sofort wieder auf den Rückweg nach Somalia gemacht, um auf derselben Route noch mehr Migranten an die jemenitische Küste zu bringen. Laurent de Boeck, Leiter der IOM-Mission im Jemen, spricht von einem schockierenden und inhumanen Vorfall. Laut der UN-Organisation liegt das Durchschnittsalter der Flüchtlinge gerade mal bei 16 Jahren.

Jemens Bürgerkrieg ist keine Abschreckung

Im Jemen kämpfen seit Jahren schiitische Huthi-Rebellen gegen Truppen der sunnitischen Regierung, die von einer internationalen Koalition unter Führung Saudi-Arabiens unterstützt wird. Der Bürgerkrieg hat das bitterarme Land auf der arabischen Halbinsel in eine schwere Krise gestürzt. Außerdem wütet dort eine Cholera-Epidemie. Dennoch flüchten nach wie vor viele Menschen insbesondere aus Somalia und Äthiopien Richtung Jemen, da diese Route am kürzesten ist. Sie ist allerdings auch sehr riskant: Der Golf von Aden, über den die Schlepperboote fahren, ist für seine scharfen Winde bekannt.

Flüchtlingssituation im Jemen (picture-alliance/dpa/A.-B. Clasmann)Eine somalische Flüchtlingsfrau bettelt mit ihren beiden Kindern vor einem Geschäft in der jemenitischen Stadt Aden

Seit Januar kamen nach IOM-Schätzungen rund 55.000 Migranten über den Golf von Aden und das Rote Meer. Im vergangenen Jahr strandeten mehr als 111.500 Flüchtlinge an Jemens Küsten. Teils hoffen sie auf Arbeit in wohlhabenden Golfstaaten, teils flüchten sie vor Konflikten in ihren Heimatländern.

Somalia ist seit dem Bürgerkrieg 1991 in verschiedene Fraktionen zerfallen und wird von der islamistischen Al-Shabaab-Miliz terrorisiert. Sowohl in diesem Land als auch in Äthiopien drohen wegen anhaltender Dürre außerdem Hungersnöte.

se/fab (ap, afp, dpa)

http://www.dw.com/de/schmuggler-st%C3%B6%C3%9Ft-120-migranten-ins-meer/a-40030275

HEINOUS

14 hours ago

Yemen Smugglers Force Refugees Into Water, Dozens Drown

KHALED ABDULLAH

More than 120 Somali and Ethiopian refugees trying to get to Yemen were shoved off their boat by smugglers as they approached the shore on Wednesday, leaving 29 dead and 22 others missing. The International Organization for Migration said shallow graves of those killed were found on a beach in Shabwa province, where they were buried by survivors. “The smugglers deliberately pushed the migrants into the waters since they feared that they would be arrested by the authorities once they reach the shore,” an IOM emergency officer told AFP. The smugglers then “simply went back to where they came from to pick more migrants and try to smuggle them into Yemen, again,” the officer said. The average age of those on board was 16, and many of those killed and missing were women and children, the organization said.

http://www.thedailybeast.com/yemen-smugglers-force-refugees-into-water-dozens-drown

 

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