USA schwächt die UNO: Auf Druck des größten Beitragszahlers wird das Budget für Friedensmissionen um 600 Millionen Dollar gekürzt. Uno-Generalsekretär Antonio Guterres wollte das Budget nicht kürzen, sondern von derzeit 7,87 Milliarden auf 7,97 Milliarden Dollar erhöhen. Sie wollten den Etat sogar um eine Milliarde Dollar kürzen, die EU sprach sich für Einsparungen im jetzigen Umfang aus. Die US-Botschafterin bei der UNO, Nikki Haley, kündigte an: Dies ist „erst der Anfang“. Gleichzeitig erhöht die USA die Ausgaben für das eigene US-Militär drastisch!

1. Juli 2017

7,3 Milliarden Dollar für Blauhelmeinsätze – USA hatten noch größere Streichungen gefordert

New York – Die Vereinten Nationen haben ihr Budget für Friedensmissionen um rund 600 Millionen Dollar gekürzt. Die Uno-Vollversammlung einigte sich am Freitag auf Ausgaben in Höhe von 7,3 Milliarden Dollar für die Blauhelmeinsätze zwischen Anfang Juli dieses Jahres und Ende Juni 2018 – das sind 7,2 Prozent weniger als zuvor. 6,8 Milliarden Dollar für insgesamt 14 Missionen wurden sofort bewilligt, weitere 500 Millionen Dollar für Einsätze in Haiti und Darfur sollen im Dezember folgen. Vor allem die USA als größte Beitragszahler hatten auf Kürzungen bestanden. Sie wollten den Etat sogar um eine Milliarde Dollar kürzen, die EU sprach sich für Einsparungen im jetzigen Umfang aus.

US-Botschafterin Nikki Haley kündigte an, dies sei „erst der Anfang“. Von den Streichungen am schwersten betroffen sind die Blauhelmmissionen in Haiti sowie in der Demokratischen Republik Kongo und in Darfur im Südsudan – letztere sind gleichzeitig die kostspieligsten. Guterres wollte Erhöhung Uno-Generalsekretär Antonio Guterres wollte das Budget hingegen von derzeit 7,87 Milliarden auf 7,97 Milliarden Dollar erhöhen.

Ein Uno-Sprecher kündigte an, trotz der deutlichen Kürzungen würden die Vereinten Nationen alles unternehmen, damit die Missionen ihre Aufgaben erfüllen könnten. Der Wert dieser Friedensmissionen sei nicht zu unterschätzen, betonte der Sprecher. Sie seien nach wie vor das „kostengünstigste Instrument“ der internationalen Staatengemeinschaft, „um Konflikte zu verhindern und die Bedingungen für einen anhaltenden Frieden zu fördern“. (APA, AFP, 1.7.2017) – derstandard.at/2000060633907/Uno-kuerzt-Budget-fuer-Friedensmissionen-um-600-Millionen-Dollar

Budget gekürzt
UNO verkleinern Blauhelmmission in Darfur

NEW YORK (USA) – Die UNO wollen ihre Blauhelmmission in Darfur verkleinern. Hintergrund: Es sind Budgetkürzungen bei den UNO-Missionen auf Druck der neuen US-Regierung geplant.

Die Vereinten Nationen wollen ihre Blauhelmmission in Darfur drastisch verkleinern. Der Sicherheitsrat stimmte am Donnerstag in New York einstimmig einer Resolution zu, die eine Reduzierung von 15’845 auf 8735 Soldaten innerhalb eines Jahres festlegt.

«Wir sehen, dass die Situation in Darfur fragil bleibt», sagte der stellvertretende britische UNO-Botschafter Peter Wilson. «Aber wir können auch nicht leugnen, dass sich die Situation weiterentwickelt hat. Wir werden unsere Aufmerksamkeit nicht von Darfur abwenden.“

Darfur liegt im Westen des ostafrikanischen Sudans. 2003 war dort ein Kriegausgebrochen, bei dem hunderttausende Menschen starben und Millionen vertrieben wurden. Seit 2007 sind die Vereinten Nationen gemeinsam mit der Afrikanischen Union mit der UNAMID genannten Friedensmission vor Ort, die sich vor allem um den Schutz von Zivilisten kümmern soll.

Mehr Information

Die Mission ist mit rund einer Milliarde Dollar pro Jahr eine der teuersten Aktivitäten der UNO.

Hintergrund für den Beschluss des Sicherheitsrats sind geplante Budgetkürzungen bei den UNO-Missionen auf Druck der neuen US-Regierung. Am Mittwoch war nach zähen Verhandlungen vereinbart worden, dass die Ausgaben für friedenserhaltende Missionen im kommenden Haushaltsjahr um fast 600 Millionen Dollar auf 7,3 Milliarden Dollar gesenkt werden. Die UNO-Vollversammlung sollte darüber am Freitag abstimmen.

In den Verhandlungen hatte die US-Regierung sogar eine noch deutlichere Absenkung der Mittel für die Blauhelm-Einsätze um knapp eine Milliarde Dollar verlangt. Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump im Januar verfolgen die USA, der grösste Beitragszahler der Organisation, eine Strategie der Kostensenkung.

Die USA tragen bisher mit 28,5 Prozent zu den Missionen für die Friedenssicherung bei. US-Präsident Trump will diesen Beitrag auf unter 25 Prozent drücken. (SDA)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s