Kamerunischer Bischof ermordet: Arm und ein Bein von Bischof Balla waren gebrochen und die Genitalien verstümmelt, so ein mit der Autopsie beauftragter Arzt. Die Mörder hatten es wie einen Selbstmord aussehen lassen wollen. Der Bischof soll wenige Tage vor seinem Verschwinden einen Brief an den Apostolischen Nuntius geschrieben haben, in dem er die Regierung mit dem ungeklärten Tod eines Priesters der Diözese in Verbindung gebracht haben soll. Laut „Aleteia“ hält die Serie von Morden an Priestern und Ordensleuten bereits seit 1988 an. Die Täter wurden nie gefasst. Prominentestes Opfer war demnach der Jesuit und Anthropologe P. Engelbert Mveng, einem der bedeutendsten kamerunischen Intellektuellen, „ein Geist der Unabhängigkeit und kompromisslosen Urteile“. Er wurde am 22. April 1995 in seinem Bett erdrosselt, 1995. Der schreckliche Mord wurde nie geklärt – ebenso wie im Jahr 1988 der an dem Priester Joseph Mbassi, Direktor der berühmten Kameruner katholischen Tageszeitung „L’Effort“. Mbassis Leichnam wurde verstümmelt aufgefunden. Der Priester und Zeitungs-Chef hatte zuvor eine Untersuchung über Waffenhändler veröffentlicht. Im Jahr 1991 wurde der emeritierte Bischof von Garoua, Yves Plumey, ermordet. Am 2. August 1992 wurden schließlich laut „Aleteia“ zwei französische Ordensfrauen – Sr. Germaine-Marie Husband und Sr. Marie Léonne Bordy – ermordet und zuvor vergewaltigt.

Mord an Bischof Balla: Etliche ähnliche Fälle in Kamerun

Der prominenteste Mord war jener am Jesuiten und Anthropologen Pater Engelbert Mveng, einem der bedeutendsten kamerunischen Intellektuellen, im Jahr 1995 – Keiner der Mordfälle wurde je geklärt
08.06.2017, 14:50 Uhr Kamerun/Kirche/Mord/Kriminalität/Balla

Rom, 08.06.2017 (KAP) In der Causa des ungeklärten Mordes am Bischof von Bafia in Kamerun, Jean-Marie Benoit Balla, gibt es eine Reihe ähnlicher Fälle im Land in den vergangenen Jahrzehnten. Darauf macht die katholische Nachrichtenplattform „Aleteia“ aufmerksam. Die Website „Vatican Insider“ zitierte am Donnerstag einen der mit der Autopsie beauftragten Ärzte. Dieser berichtete, dass ein Arm und ein Bein von Bischof Balla gebrochen und die Genitalien verstümmelt seien. „Mit diesen Elementen können wir mit Sicherheit die Hypothese Selbstmord verwerfen“, so der Mediziner.

Ballas Auto war vergangene Woche 90 Kilometer nördlich der Hauptstadt Yaounde an einer Brücke gefunden worden. Auf dem Beifahrersitz soll ein Zettel mit der Aufschrift „Sucht mich nicht – ich bin im Wasser“ gelegen haben. Als die Leiche in der vergangenen Woche gefunden wurde, hieß es zunächst, der 58-Jährige habe mutmaßlich Selbstmord begangen. Daran gab es jedoch von Beginn an Zweifel. Schon am Mittwoch meldeten örtliche Medien, dass der tot aufgefundene Bischof offenbar ermordet wurde. Offiziell wurde das Ergebnis der Untersuchung bislang nicht bekanntgegeben.

Laut „Aleteia“ hält die Serie von Morden an Priestern und Ordensleuten bereits seit 1988 an. Die Täter wurden nie gefasst. Prominentestes Opfer war demnach der Jesuit und Anthropologe P. Engelbert Mveng, einem der bedeutendsten kamerunischen Intellektuellen. Mveng sei „ein Geist der Unabhängigkeit und kompromisslosen Urteile“, zitierte „Aleteia“ das Magazin „Mondafrique“. Er wurde am 22. April 1995 in seinem Bett erdrosselt, 1995. Der schreckliche Mord wurde nie geklärt – ebenso wie im Jahr 1988 der an dem Priester Joseph Mbassi, Direktor der berühmten Kameruner katholischen Tageszeitung „L’Effort“. Mbassis Leichnam wurde verstümmelt aufgefunden. Der Priester und Zeitungs-Chef hatte zuvor eine Untersuchung über Waffenhändler veröffentlicht.

Im Jahr 1991 wurde der emeritierte Bischof von Garoua, Yves Plumey, ermordet. Am 2. August 1992 wurden schließlich laut „Aleteia“ zwei französische Ordensfrauen – Sr. Germaine-Marie Husband und Sr. Marie Léonne Bordy – ermordet und zuvor vergewaltigt.

Bildergebnis für Jean-Marie Benoît Balla

Bischof von Bafia wurde wahrscheinlich ermordet

Der Tod eines Bischofs in Kamerun gibt viele Rätsel auf: Wurde er ermordet oder hat er sich selbst getötet? Medien haben nun erste Ergebnisse der staatsanwaltlichen Untersuchungskommission veröffentlicht.

Kriminalität | Bonn/Jaunde – 06.06.2017

Der verstorbene Bischof von Bafia, Jean-Marie Benoît Balla, wurde wahrscheinlich ermordet. Dies berichten kamerunische Medien am Dienstag mit Bezug auf einen noch unveröffentlichten Autopsiebericht. Aufgrund eines angeblichen Abschiedsbriefs war zunächst über einen Selbstmord spekuliert worden. Der Generalstaatsanwalt der kamerunischen Hauptstadtregion Centre hatte am Freitag eine Morduntersuchung angeordnet, nachdem der Leichnam des Bischofs aus dem Fluss Sanaga geborgen wurde.

Nach Informationen der in der Hauptstadt Jaunde erscheinenden Zeitung L’Anecdote soll die medizinische Kommission, die im Auftrag des Staatsanwalts den Leichnam Ballas untersucht, deutliche Anzeichen eines gewaltsamen Todes gefunden haben. Der Kommission gehört auch ein von der kamerunischen Bischofskonferenz benannter Arzt an. Ballas Körper weise Spuren von Folter und Gewaltanwendung auf, es fehlten typische Merkmale eines Todes durch Ertrinken. Die Autopsie habe außerdem ergeben, dass die Leiche höchstens vier Stunden im Wasser gelegen haben konnte. Dies deckt sich mit den Berichten von Augenzeugen, nach denen nur wenige Stunden vor Auffinden des Leichnams ein Hubschrauber etwas nahe der Fundstelle im Fluss abgeworfen hätte. Balla wurde seit dem 31. Mai vermisst, sein lebloser Körper wurde am 2. Juni gefunden.

Bildergebnis für Jean-Marie Benoît Balla

Linktipp: Polizei untersucht Tod des Bischofs von Bafia

Traurige Gewissheit: Der Bischof von Bafia, Jean-Marie Benoît Balla, ist tot. Fischer fanden seine Leiche in einem Fluss. Nun ermitteln die kamerunischen Behörden. Eine Obduktion soll Klarheit schaffen.

Zum Artikel

Auch über die Motive des mutmaßlichen Mordes wird in der kamerunischen Presse spekuliert. Der Bischof soll wenige Tage vor seinem Verschwinden einen Brief an den Apostolischen Nuntius geschrieben haben, in dem er die Regierung mit dem ungeklärten Tod eines Priesters der Diözese in Verbindung gebracht haben soll.

Apostolischer Administrator ernannt

Unterdessen kündigte das Bistum einen Termin für die Beisetzung Ballas an. Der Trauergottesdienst für den verstorbenen Bischof ist für den 14. Juni geplant, am Tag darauf soll er beerdigt werden. Die Diözese Bafia wird nach Informationen des Fernsehsenders CrTV bis zur Bestellung eines neuen Bischofs von einem Apostolischen Administrator geleitet. Papst Franziskus habe am Dienstag den Bischof von Bafang, Abraham Kone, mit diesem Amt betraut.

Der 1959 geborene Balla war seit 2003 Bischof von Bafia, das ein Suffraganbistum der Erzdiözese Jaunde ist. Das Bistum Bafia liegt im Südwesten Kameruns und besteht aus 29 Pfarreien mit insgesamt gut 250.000 Katholiken, die etwa 55 Prozent der Gesamtbevölkerung auf dem Gebiet der Diözese ausmachen. 1968 wurde die vormalige apostolische Präfektur zum Bistum erhoben. (fxn)

http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/bischof-von-bafia-wurde-wahrscheinlich-ermordet

Jean-Marie Benoît Balla

Jean-Marie Benoît Balla (* 10. Mai1959 in Oweng, Kamerun; † 31. Mai2017 in Ebebda) war ein römisch-katholischer Geistlicher und Bischof von Bafia.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jean-Marie Benoît Balla empfing am 20. Juni 1987 durch den Erzbischof von Yaoundé, Jean Zoa, das Sakrament der Priesterweihe. Er studierte Philosophie und Theologie am Großen Seminar in Nkolbisson sowie Sozialwissenschaften und Management am Institut Catholique von Yaoundé.

Am 3. Mai 2003 ernannte ihn PapstJohannes Paul II. zum Bischof von Bafia. Der Apostolische Nuntius in Kamerun, Erzbischof Félix del Blanco Prieto, spendete ihm am 12. Juli desselben Jahres die Bischofsweihe; Mitkonsekratoren waren der Bischof von Kumbo, Cornelius Fontem Esua, und der emeritierte Bischof von Bafia, Athanase BalaCSSp.

Die Todesumstände am 31. Mai 2017 waren zunächst unklar.[1][2] Eine behördlich angeordnete Autopsie hat schwere körperliche Misshandlungen festgestellt, bevor der leblose Körper am 2. Juni 2017 in den Gewässern des zentralafrikanischen Flusses Sanaga, etwa hundert Kilometer von Yaoundé, aufgefunden wurde.[3][4] Vor drei Wochen starb bereits einer seiner engsten Mitarbeiter Armel Djama, Rektor des Kleinen Seminars von Bafia, unter ungeklärten Umständen, wie auch weitere katholische Geistliche zuvor.[3]

https://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Marie_Beno%C3%AEt_Balla

Strukturelle Gewalt in den Nord-Süd-Beziehungen
Band 4:
Kamerun: Die Kehrseite der Globalisierung
Koloniales Erbe, Armut und Diktatur

https://www.suedwind-institut.de/fileadmin/fuerSuedwind/Publikationen/1992-2005_Inhalt/2005-1_Inhalt_Kamerun-Die_Kehrseite_der_Globalisierung.pdf

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s