Sanders, Corbyn: Kann Links jetzt im Westen mehrheitsfähig werden? Brauchen wir auch in Deutschland ein Basisnetzwerk „Momentum“, das in Großbritannien das Rückgrat des Erfolgs von Corbyn ist. Der Vorsitzende der inzwischen größten europäischen Partei und seine Unterstützer in „Momentum“ zeigen, wie es gehen könnte. Er war lange isoliert, als er gegen den Abbau des Sozialstaates und die Politik für die reiche Elite stand. Er war lange isoliert, als er gegen die brutalen westlichen Kriege gegen die Länder im Nahen und Mittleren Osten und generell gegen die Lösung von Konflikten mit Gewalt stand. Er war lange isoliert bei seiner Kritik an der Ausbeutung der „Dritten Welt“. Auch in der Arbeiterpartei. Vor einem Jahr noch machten sie die Medien – auch in Deutschland – eher lustig über ihn. Sie beschrieben seine Politik als chancenlos bei Wahlen, wie auch Schröders Freund Tony Blair. Und jetzt hat er aus der Arbeiterpartei wieder eine echte Kraft für soziale Gerechtigkeit und Frieden gemacht. Das ist aber nicht nur sein Verdienst. Als er völlig unerwartet per Mitgliedervotum zum Parteivorsitzenden gewählt wurde, erkannten viele die Chance auf einen Durchbruch und bildeten neben der Labourpartei eine eigene politische Basisstruktur mit dem Namen „Momentum“ – mit ihr wollten sie den Moment, diese Wahl eines konsequenten Politikers nutzen. Und sie bauten es neben der Arbeiterpartei auf, die weitgehend von Corbyn Gegnern beherrscht wurde. Einige Zehntausend vor allem junger Leute haben sie in vielen Gruppen organisiert und mischen sich lokal und regional ein und bilden ein Gegengewicht gegen die konservativen Medien und Strukturen. Und sie holten sich auch in den USA Rat bei der Kampagne von Bernie Sanders und nutzten vor allem die neuen Medien, aber gingen überall auch persönlich auf die Menschen zu. Packen wir es an, eine andere Welt ist möglich! Vielleicht sollten wir diesen Sieg nutzen und auch in Deutschland „Momentum“ bilden.

Jeremy Corbyn, unterschätzter Labourchef und Wahl der Jungen

KOPF DES TAGESMICHAEL VOSATKA9. Juni 2017, 17:40

Der bärtige Underdog als Wahlsieger

Tony Blair warnte 2015 mit eindringlichen Worten vor ihm: Wenn Jeremy Corbyn zum Parteivorsitzenden gewählt würde, könnte dies für Labour bei der nächsten Wahl nicht bloß eine Niederlage, sondern die völlige Vernichtung bedeuten. Vor allem die jungen Parteimitglieder schenkten dem linken Außenseiter dennoch ihr Vertrauen.

Dass der Expremier kein Freund Corbyns ist, kann nicht verwundern: Der linke Parteirebell hatte in den Regierungsjahren von Blairs „New Labour“ zwischen 1997 und 2010 im Unterhaus 428-mal gegen die Parteilinie gestimmt – öfter als jeder andere Abgeordnete. Insbesondere die britische Beteiligung an den Kriegen in Afghanistan und dem Irak brachte den späteren Gandhi-Friedenspreisträger in strikte Opposition zu seiner Parteiführung.

Nach dem Brexit-Referendum im Juni 2016 revoltierten Corbyns innerparteiliche Gegner. Sie warfen ihm vor, sich nicht ausreichend für den Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union eingesetzt zu haben. Ein Misstrauensvotum der Abgeordneten verlor er klar, doch der ehemalige Gewerkschafter konnte sich auf die Basis verlassen: Bei der erneuten Urwahl erhielt er noch höheren Zuspruch als im Jahr davor.

Das Rebellische wurde Corbyn praktisch in seine Wiege in Wiltshire gelegt. Seine Eltern waren politische Aktivisten, die sich in den 1930ern in einem Komitee zur Unterstützung der Republikaner im Spanischen Bürgerkrieg kennengelernt hatten.

Der 68-Jährige ist seit 2013 in dritter Ehe mit der aus Mexiko stammenden Fair-Trade-Kaffee-Händlerin Laura Álvarez verheiratet. Von seiner zweiten Frau und Mutter seiner drei Söhne ließ er sich 1999 wegen Differenzen über den Schulbesuch von Sohn Ben scheiden. Die Schule am Wohnort des Paares in Islington hatte einen schlechten Ruf, weshalb Ben gegen den Willen des Vaters in eine noblere Bildungseinrichtung geschickt wurde. Abgesehen davon, dass sein zweiter Sohn Sebastian Stabschef von John McDonnell, dem Schatten-Schatzkanzler von Labour, ist, hält der Parteichef sein Privatleben bewusst aus dem medialen Blickfeld heraus.

Auch bei etwas anderen Wahlen hat er Erfolge vorzuweisen: Schon 2001 erhielt er den Titel „Bart des Jahres“ der Beard Liberation Front mit der Begründung, sein Gesichtshaar sei eine Form des Widerstandes gegen New Labour. Den Titel „Parlamentarischer Bart des Jahres“ konnte er 2016 gar zum siebenten Mal erobern. (Michael Vosatka, 9.6.2017)

Link

Jeremy Corbyn im Interview, Dezember 2005: Den größten Schaden hat Blairs Krieg angerichtet“

Momentum (Organisation)

Bildergebnis für corbyn momentum

Momentum, auch People’s Momentum, ist eine britische politische Organisation, die für die Unterstützung Jeremy Corbyns und seiner politischen Positionen[1] auf die Labour Party einwirken will.

Jon Lansman, ein linker Labour–Aktivist und früherer Mitarbeiter Tony Benns, gründete die Organisation Momentum im Oktober 2015. Sie trat als Nachfolgeorganisation der erfolgreichen Unterstützerkampagne für die Wahl Corbyns zum Parteivorsitzenden[2] auf, von der sie die Daten der Mitglieder übernehmen konnte.[3] Sie war zunächst für alle Unterstützer Corbyns offen, auch wenn sie keine Mitglieder der Labour Party waren. Als Ziel gaben die Gründer an, Graswurzelinitiativen wie Initiativkindergärten oder Mietervereinigungen zu unterstützen und zu vernetzen, um neue Anhänger und Wähler für Jeremy Corbyn zu gewinnen. Auch solle auf die innerparteiliche Kandidatenauswahl Einfluss genommen werden. Ein Schwerpunkt der Organisation liegt auf der Arbeit in sozialen Medien. Unter dem Namen „People’s PPE“ soll ein linkes intellektuelles Netzwerk aufgebaut werden und es wurden mehrere Konferenzen organisiert.[4][3] Im Februar 2016 wurde eine kostenpflichtige Mitgliedschaft beschlossen und Mitgliedern anderer Parteien außer Labour der Eintritt verwehrt.[5] Im Februar 2017 gab sich die Organisation eine neue Satzung.[6] Danach müssen Neumitglieder auch der Labour–Partei beitreten, die vorhandenen Mitglieder sollen diesen Schritt bis Juli 2017 tun. Suspendierte Labour–Mitglieder dürfen in Momentum bleiben, wer aus der Labour–Partei ausgeschlossen wurde, hat ein Recht auf eine Anhörung[7] Die Organisation wird von einer National Coordinating Group geführt, der Mitglieder aus allen Teilen Großbritanniens, Labour–Amtsträger und Vertreter anderer Labour–Unterstützergruppen angehören.[8] Ein Member’s Council aus 50 Mitgliedern, das die Mitgliederbasis zusätzlich vertreten soll, wird alle sechs Monate per Los bestimmt.[9]

Bildergebnis für corbyn momentum

Die Organisation gibt im Mai 2017 über 20.000 Mitglieder an, die in 150 lokalen Gruppen organisiert sind.[10]

Kritiker werfen Momentum vor, hauptsächlich die Abwahl von Corbyn–Gegnern zu beabsichtigen und trotzkistisch unterwandert zu sein. Momentum-Sprecher weisen das mit Blick auf ihre basisdemokratische Orientierung und ihr junges Alter zurück.[3][1]

https://de.wikipedia.org/wiki/Momentum_(Organisation)

Bildergebnis für corbyn momentum

Großbritannien-Wahl: Labour-Chef Jeremy Corbyn verblüfft seine …

http://www.spiegel.de › Politik › Ausland › Jeremy Corbyn

vor 18 Stunden – Noch verblüffender als Theresa Mays Schlappe ist die Wiederauferstehung von Labour. Dabei hatte Jeremy Corbyns Partei eigentlich alles …

Großbritanninen: Wie Jeremy Corbyn Labour wiederbelebte – Politik …

http://www.sueddeutsche.de › Politik › Wahl in GB

vor 1 Tag – Bei der Wahl in Großbritannien holten Labour und Jeremy Corbyn 40 Prozent, so viel wie seit Tony Blair nicht mehr. Die Gründe.

Jeremy Corbyn has caused a sensation – he would make a fine prime …

https://www.theguardian.com › Opinion › General election 2017

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vor 1 Tag – This was not about Tory failure. If Labour had offered the same old stale, technocratic centrism it would have faced an absolute drubbing.

Heimlicher Wahlsieger Corbyn: Britanniens neuer Volkstribun – Faz.net

http://www.faz.net › Wirtschaft › Wirtschaftspolitik

vor 15 Stunden – Nach der Parlamentswahl in Großbritannien ist Jeremy Corbyn der Mann der Stunde. Der Altsozialist erfindet mit Ideen von vorgestern die…

Was wir von Jeremy Corbyn lernen können | NachDenkSeiten – Die …

vor 1 Tag – Der Wahlerfolg von Jeremy Corbyn strahlt weit über Großbritannien hinaus. Unter seiner Führung konnte Labour zehn Punkte gewinnen und …

Labour-Chef Jeremy Corbyn: Der Unterschätzte trumpft groß auf – n-tv.de

http://www.n-tv.de › Politik

vor 1 Tag – Außerhalb seiner Schar treuer Anhänger begegneten Labour-Chef Corbyn vor allem Spott und Häme. Kaum jemand traute dem Alt-Linken zu, …

Linken-Parteitag: Corbyn als Idol | ZEIT ONLINE

http://www.zeit.de › Politik

vor 15 Stunden – Linken-Parteitag: Corbyn als Idol. Zu Beginn des Linken-Parteitags hat Bundeschefin Kipping ihre Politikvision skizziert: Einiges könne man …

Jeremy Corbyn: Ein Mann im Menschenmeer | ZEIT ONLINE

http://www.zeit.de › Politik

vor 3 Tagen – Dann betritt Labour-Chef Jeremy Corbyn die Bühne. Die Menge applaudiert und johlt. Nicht nur die Menschen in Birmingham bekommen zu …

Momentum: A new kind of politics

Momentum is a grassroots campaigning network of over 20,000 members and 150 local groups, which evolved out of Jeremy Corbyn’s 2015 election campaign.

Join – Momentum · ‎Events · ‎Staff · ‎Momentum

Momentum (organisation) – Wikipedia

Momentum is a left-wing British political organisation. It was founded in 2015 by Jon Lansman, four weeks after Jeremy Corbyn’s successful campaign for the …

Political position‎: ‎Left-wing
National affiliation‎: ‎Labour Party‎ (unofficial)
Membership (2016)‎: ‎22,000
Founder‎: ‎Jon Lansman

Momentum: What happens to the Jeremy Corbyn-backing …

http://www.independent.co.uk › News › UK › UK Politics

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vor 3 Tagen – Momentum will continue to exist and advocate a left-wing agenda within the Labour party whether Jeremy Corbyn remains leader or not in the …

Momentum | Facebook

Momentum, London. Gefällt 88.584 Mal · 23.446 Personen sprechen darüber. Momentum is a grassroots network coming out of the ‚Jeremy Corbyn for Labour…

Labour-MP Corbyn: „Den größten Schaden hat Blairs Krieg angerichtet“

REDAKTION 12. Dezember 2005, 07:25 21 POSTINGS

Besorgt über die Zunahme staatlicher Macht In voraussichtlich weniger als fünf Monaten wird in Großbritannien ein neues Parlament gewählt, die Umfragewerte der regierenden Labour-Partei erholen sich weiter nicht. Der Labour Abgeordnete Jeremy Corbyn sprach im derStandard.at-Interview mit Christa Hager über die Politik Labours, die EU und ein erhofftes Machtvakuum innerhalb der Partei nach dem Rücktritt Tony Blairs. *** derStandard.at: Einige Monate vor den Wahlen ist Labour nach wie vor gespalten. Welches sind die Hauptstreitpunkte innerhalb der Regierungspartei? Corbyn: Die Philosophie von New Labour ist die einer Unternehmergesellschaft, die punktuelle, jedoch nicht universelle Unterstützung für die sozial Schwachen gewährt. Auch hat es die Regierung verabsäumt, die konservative Steuerpolitik abzuschaffen, die die Reichen noch reicher macht. Auch hat die Regierung das Pensionsalter im öffentlichen Dienst um fünf Jahre erhöht, um die Zahlungen zu reduzieren. Gleichzeitig subventionieren sie das private Pensionssystem. Besonders in diesen Punkten gibt es einen harten Richtungskampf. Im Juli haben rund 400 Labour-Mitglieder das „Labour Representation Committee“ gegründet, um die Gegner dieses rechten Kurses zu vereinen. derStandard.at: Was sind die Schwerpunkte dieses Komitees? Corbyn: Opposition gegen die Besatzung des Irak und die Forderung zur Renationalisierung der Bahn. Außerdem wollen wir die Gewerkschaften in die Partei zurückholen und Arbeitsrechte forcieren. Denn obwohl die Labour-Regierung seit 1997 diesbezüglich einige Änderungen unternommen hat, so gehören die Rechte der ArbeiterInnen in Großbritannien weiterhin zu den Jämmerlichsten in Europa. derStandard.at: Könnte sich die Labour Partei in Zukunft spalten? Corbyn: Ich denke nicht. Denn wie man an anderen kleinen linken Parteien sieht, ist ihr Erfolg bei den Wahlen sehr mäßig, auch wenn die Socialist Alliance und Respect in den Großstädten zahlreiche Anhänger haben. derStandard.at: New Labour setzt großteils mit der Politik der Konservativen fort. Warum? Corbyn: Labour hat viele Dienstleistungen aus dem öffentlichen Sektor ausgegliedert. Das ist nicht wirklich Privatisierung, denn diese neue Unternehmen werden noch stark vom Staat subventioniert, was das Ganze tatsächlich noch schlimmer macht. Andererseits wurden auch einige Betriebe wieder renationalisiert, wie beispielsweise das Schienennetzwerk der Eisenbahn. Warum Labour die konservative Politik weiterführt, hat verschiedene Gründe. Einer davon ist sicherlich, daß nach den Wahlniederlagen Ende der 70er und in den 80ern die Rechte innerhalb Labours argumentiert hat, daß eine linke Politik diese Wahlergebnisse verursacht hätte. Nach einem neuerlichen Sieg der Konservativen setzte Labour darauf im Wahlkampf auf den Slogan der Steuererhöhung und spielte die populistische Karte aus. Seitdem verkauft sich die Partei auf Kosten der Wählbarkeit und zerstört so weiter ihre Basis. derStandard.at: Wie sieht Ihre Prognose für die im Mai stattfindenden Wahlen aus? Corbyn: Meiner Ansicht nach wird Labour gewinnen, wenn auch mit einer stark reduzierten Mehrheit. Meinungsumfragen und das Ergebnis der letzten Regionalwahlen deuten ebenfalls in diese Richtung. derStandard.at: Und trotz der offensichtlich unpopulären Politik von Labour. Corbyn: Einige Aspekte von New Labour sind ziemlich gut angekommen, wie die erhöhten Ausgaben im Bildungs- und Gesundheitswesen. In meinem Wahlkreis z.B. sind die Ausgaben für letzteres um 100 Prozent gestiegen. Das ist erfreulich. Den größten Schaden hat jedoch sicherlich Blairs Krieg gegen den Irak angerichtet. derStandard.at: Inwieweit werden der Krieg und die Besetzung im Irak die Wahlen beeinflussen? Corbyn: Die Konservativen haben für den Krieg gestimmt, die Liberalen haben keine kontinuierliche Linie. Anti-Kriegs Parteien wie Respect, die in erster Linie von der der städtischen muslimischen Bevölkerung unterstützt wird, und die Grünen können sicherlich einige Stimmen dazugewinnen. Aber in der Bevölkerung wird auch sehr wohl unterschieden, welche Labour MPs für bzw. gegen den Krieg im Irak sind. Andrerseits gehen auch viele der chauvinistischen Labour-Rhetorik auf den Leim, wenn von den „glorreichen“ britischen Soldaten in Falluja die Rede ist. derStandard.at: Ein umstrittener Punkt ist auch die geplante Einführung von Identitätsausweisen. Corbyn: Es gibt zahlreiche GegnerInnen innerhalb der Labour-Partei. Und auch wenn im Parlament für den Personalausweis gestimmt wird, so wird ein solches Gesetz sicher nicht vor den Wahlen verabschiedet werden. Zudem kann auch das Oberhaus dies noch verhindern. derStandard.at: Im „Kampf gegen den Terrorismus“ wurde eine Flut von Gesetzen verabschiedet. Zu Recht? Corbyn: Die ganze Debatte um Identitätsausweise spiegelt die Gesinnung von New Labour sehr gut wider. Denn es geht dabei nicht darum, Terroranschläge zu verhindern, sondern Kontrolle auszuüben. Zu wissen, was die Menschen machen und wo sie sich aufhalten. Es gibt eine sehr ernstzunehmende Zunahme an staatlicher Macht. Das Problem ist, dass es noch keine wirklich große öffentliche Bewegung gibt, die diese Bedrohung der Freiheit thematisiert. Auch ist es für Politiker leicht, mit dem Wort „Sicherheit“ all diese Gesetze rechtzufertigen. Doch die zahlreichen Paragrafen seit 9/11 funktionieren nicht, sie zerstören nur die Rechte und Freiheiten der Menschen. derStandard.at: Blair hat, auch für den Fall einer Wiederwahl, seinen Rücktritt für Ende 2005 angekündigt. Wer und welche Politik kommen danach? Corbyn: Auch einem Gordon Brown als nächsten Premier stehe ich nicht sehr enthusiastisch gegenüber. Ich hoffe vielmehr, dass sich durch den Rückzug Blairs Raum für eine politische Debatte öffnen und dass die Linke innerhalb Labours eine gewichtige Rolle spielen wird. Auch angesichts der vermutlich erneut geringen Wahlbeteiligung muss man auch die Frage stellen, wie die Basis zurück gewonnen werden kann, ohne sich populistischer Propaganda zu bedienen. derStandard.at: Wie erklärt sich das gespaltene Verhältnis zur Europäischen Union? Corbyn: Die Europäische Union ist hier nicht wirklich ein Thema, die höchste je erzielte Wahlbeteiligung an den Wahlen lag bei 20%. Das Verhältnis zur EU noch immer sehr von der konservativen Ära geprägt, als man sich den USA annäherte und sich Großbritannien in seinem Verhältnis zu Amerika zurück in das 19. Jahrhundert wünschte. derStandard.at: Gibt es schon einen Zeitpunkt für eine Volksabstimmung zum Euro und zur EU-Verfassung? Corbyn: Großbritannien wird aller Voraussicht nach beim Pfund bleiben, denn in ökonomischer Hinsicht hat das Land dadurch keine Nachteile, im Gegenteil. Ein Referendum zur Konstitution wird es hier nicht so schnell geben. Aber es kann durchaus auch sein, dass die Verfassung durch die Ergebnisse in Holland, Dänemark und vielleicht auch Frankreich gar nicht zum Einsatz kommen wird. derStandard.at: Ihr Standpunkt zur EU-Verfassung? Corbyn: Ich habe große Bedenken, die sich in erster Linie auf ihre Verankerung in ein neoliberales Wirtschaftssystem beziehen. Auf soziale Agenden sowie auf die Bedürfnisse der Bevölkerung wird in der Verfassung nicht eingegangen. (22.12.2004) Interview Jeremy Corbyn über McDonald’s Links Labour Party Labour Representation Committee Jeremy Corbyn Webpage Seine Stimmen im Unterhaus – derstandard.at/1896608/Labour-MP-Corbyn-Den-groessten-Schaden-hat-Blairs-Krieg-angerichtet

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