Milliarden Betrug: Das von Mitgliedern der deutschen Elite ergaunerte Geld hätte gereicht, um rund ein Jahr lang die Leistungen für Hartz-IV-Empfänger zu verdoppeln. Wer liegt in Deutschland eigentlich in der sozialen Hängematte? Und wo waren die „Volksverteidiger“ a la Bild, die über arme „Sozialbetrüger“ herzogen und über den Betrug der Reichen kein Wort verloren? Zeit erklärt mit Video, wie der Cum-Ex-Steuerskandal abgelaufen ist – Geld, das dem Staat dadurch insgesamt verloren gegangen ist: mindestens 31.800.000.000 €. Schon einzelne Banken und Fonds brachten den Staat um Millionenbeträge. Dabei handelten sie Aktien im Kreis – und ließen sich immer wieder neue Steuergutschriften des Staates ausstellen. Viele großen Banken haben an den Geschäften mitverdient. Die Tricks waren Fachleuten schon früh bekannt – und es gab Warner. Eine Mitarbeiterin der Finanzverwaltung in Essen prangerte Cum-Ex-Geschäfte schon im Jahr 2005 an. Warum hatte das damals keine Folgen? Was der Staat mit 31,8 Milliarden Euro hätte tun können: Etwa: Rund ein Jahr lang die Leistungen für Hartz-IV-Empfänger verdoppeln. 2016 gab der Staat für die Grundsicherung rund 34 Milliarden Euro aus – ungefähr die gleiche Summe, die durch die Steuertricks verloren gingen.

Kurz erklärt:Wie der Cum-Ex-Steuerskandal abgelaufen ist

Es ist der wohl größte Steuerskandal der deutschen Geschichte. Wie Banken und Anwälte Milliarden entwendeten, zeigen wir in diesem Video.

Cum-Ex-Skandal:Der Milliardentrick

Nie zuvor ging dem Staat durch Steuertricksereien so viel Geld verloren. Wir zeigen das ganze Ausmaß des größten Steuerskandals der bundesdeutschen Geschichte.
Am Anfang steht ein Trick. Oder genauer: Gleich mehrere Tricks. Banken, Börsenmakler und Anwälte haben über Jahre dafür gesorgt, dass Aktionären Steuergeld zurückerstattet wurde, das ihnen nicht zustand. In besonders krassen Fällen bekamen die Aktionäre eine Steuer, die nur einmal bezahlt wurde, sogar mehrfach zurück. Die Tricks heißen im Branchenjargon Cum-Cum und Cum-Ex und sie haben nach Informationen von ZEIT ONLINE, der ZEIT und dem ARD-Magazin Panorama dafür gesorgt, dass dem deutschen Staat ein gigantischer Betrag entgangen ist.

„Cum-Ex“-Geschäfte
Die Finanzbeamtin und der Milliarden-Trick

Eine Mitarbeiterin der Finanzverwaltung in Essen prangerte Cum-Ex-Geschäfte schon im Jahr 2005 an. Warum hatte das damals keine Folgen?

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