An alle die Frage: Wenn Terroristen aus dem Koran zum Terror motiviert wären, warum gab es dann keine Terroranschläge von Islamisten in der westlichen Welt bevor westliche Staaten muslimische Länder angegriffen haben? Das haben sie schon seit dem Ende des Ersten Weltkriegs getan. Verstärkt aber wieder in den vergangenen 15 Jahren. Und diese Angriffe auf die nach dem Zweiten Weltkrieg von den europäischen Kolonialmächten befreiten muslimischen Staaten hat das westliche Imperium von langer Hand geplant. Das hatte uns der US-amerikanische General, Wesley Clark, vor über zehn Jahren enthüllt. Und niemand hatte diese Länder vor diesen völkerrechtswidrigen westlichen Interventionen und dem Verlust von Millionen von Menschenleben geschützt. Keine UNO, keine westlichen Zivilgesellschaften, keine internationalen Gerichte, keine westlichen Politiker, keine christlichen Kirchen, keine Gewerkschaften. Das ist der Hintergrund, warum junge Muslime nun glauben, dass nur sie durch Terror den Westen abschrecken können, so weiter zu töten. Sie verbinden das immer mit den Krieg gegen Ungläubige, weil sie davon ausgehen, dass gläubige Menschen solche Kriege und Massaker nicht führen würden. Sie sehen nicht, dass sie das Gleiche tun, was der Westen seit Jahrhunderten tut und das sie kritisieren: Menschen töten, viele Unschuldige und Unbeteiligte. Ich glaube aber, sie werden das nur einstellen, wenn wir im Westen durchsetzen, dass die Regierungen und Unternehmen nicht mehr Gewalt einsetzen gegen andere Staaten, um sich deren Reichtum aneignen zu können. Wenn wir diese Politikänderung, die etwa der Vorsitzende der britischen Arbeiterpartei – der größten Volkspartei Europas – jetzt anmahnt, nicht durchsetzen, wird sich die Spirale der Gewalt immer schneller drehen und immer mehr Opfer fordern, auch in den westlichen Ländern. Die Politiker wissen das, alle die islamistische Terroristen befragten, warum sie das tun, hören dass deren Motivation eine Reaktion auf die westlichen Angriffe auf die islamischen Länder ist und dass niemand die Menschen dort davor schützt. Der Nato-Beschluss, sich jetzt an den Kriegen im Nahen Osten zu beteiligen, die vor allem die Eliten der USA, GBs und Frankreichs begonnen haben, ist eine weitere Eskalationsstufe, und wird alle Natostaaten terroristischen Gegnern als Feinde erscheinen lassen. Und für diese fehlgeschlagenen Kriege (fehlgeschlagen gemessen an dem, was uns versprochen wurde als Ziel der Kriege) sollen wir jetzt noch mehr unserer Steuern hergeben, auf soziale Rechte verzichten? Wenn wir das durchgehen lassen, machen wir uns da nicht tatsächlich mitschuldig an der Eskalation des Sterbens? Könnte man mit dem Geld nicht besser die zerstörten Staaten wieder aufbauen, um den Menschen Perspektiven zu geben, sie aus ihrer verzweifelten Lage herausholen? Könnte man damit nicht die internationale Zusammenarbeit und den Aufbau von Vertrauen zwischen Christen und Muslimen und Nicht-Gläubigen stärken und die Zusammenarbeit für eine Welt mit menschenwürdigem Leben und Frieden für alle, wie in der Menschenrechtserklärung 1948 beschlossen? Es liegt an uns, das voranzubringen! Das hat vor allem auch in der muslimischen Welt eine Basis. Das US-amerikanische Meinungsforschungsinstitut Gallup hat bei Befragungen unter Muslimen ermittelt, dass die Mehrheit die westlichen Werte gut findet und auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Weit verbreitet aber ist auch der Glaube, dass der Westen diese Werte in den muslimischen Ländern nicht verwirklicht stehen will. Wenn das Volk wirklich herrsche in einer Demokratie, hätte er es nicht mehr so leicht, sich die Rohstoffe der Länder anzueignen. Sie verstehen mehr von dem, was vor sich geht, als die meisten Menschen in den westlichen Ländern, die weit weg sind vom Kriegsgeschehen und deshalb leicht einseitig informiert werden können. Es liegt an uns, sie in Kontakt zu bringen und umfassend zu informieren.

An alle die Frage: Wenn Terroristen aus dem Koran zum Terror motiviert wären, warum gab es dann keine Terroranschläge von Islamisten in der westlichen Welt bevor westliche Staaten muslimische Länder angegriffen haben? Das haben sie schon seit dem Ende des Ersten Weltkriegs getan. Verstärkt aber wieder in den vergangenen 15 Jahren. Und diese Angriffe auf die nach dem Zweiten Weltkrieg von den europäischen Kolonialmächten befreiten muslimischen Staaten hat das westliche Imperium von langer Hand geplant.  Das hatte uns der US-amerikanische General, Wesley Clark, vor über zehn Jahren enthüllt. Und niemand hatte diese Länder vor diesen völkerrechtswidrigen westlichen Interventionen und dem Verlust von Millionen von Menschenleben geschützt. Keine UNO, keine westlichen Zivilgesellschaften, keine internationalen Gerichte, keine westlichen Politiker, keine christlichen Kirchen, keine Gewerkschaften. Das ist der Hintergrund, warum junge Muslime nun glauben, dass nur sie durch Terror den Westen abschrecken können, so weiter zu töten. Sie verbinden das immer mit den Krieg gegen Ungläubige, weil sie davon ausgehen, dass gläubige Menschen solche Kriege und Massaker nicht führen würden. Sie sehen nicht, dass sie das Gleiche tun, was der Westen seit Jahrhunderten tut und das sie kritisieren: Menschen töten, viele Unschuldige und Unbeteiligte. Ich glaube aber, sie werden das nur einstellen, wenn wir im Westen durchsetzen, dass die Regierungen und Unternehmen nicht mehr Gewalt einsetzen gegen andere Staaten, um sich deren Reichtum aneignen zu können. Wenn wir diese Politikänderung, die etwa der Vorsitzende der britischen Arbeiterpartei – der größten Volkspartei Europas – jetzt anmahnt, nicht durchsetzen, wird sich die Spirale der Gewalt immer schneller drehen und immer mehr Opfer fordern, auch in den westlichen Ländern. Die Politiker wissen das, alle die islamistische Terroristen befragten, warum sie das tun, hören dass deren Motivation eine Reaktion auf die westlichen Angriffe auf die islamischen Länder ist und dass niemand die Menschen dort davor schützt. Der Nato-Beschluss, sich jetzt an den Kriegen im Nahen Osten zu beteiligen, die vor allem die Eliten der USA, GBs und Frankreichs begonnen haben, ist eine weitere Eskalationsstufe, und wird alle Natostaaten terroristischen Gegnern als Feinde erscheinen lassen. Und für diese fehlgeschlagenen Kriege (fehlgeschlagen gemessen an dem, was uns versprochen wurde als Ziel der Kriege) sollen wir jetzt noch mehr unserer Steuern hergeben, auf soziale Rechte verzichten? Wenn wir das durchgehen lassen, machen wir uns da nicht tatsächlich mitschuldig an der Eskalation des Sterbens? Könnte man mit dem Geld nicht besser die zerstörten Staaten wieder aufbauen, um den Menschen Perspektiven zu geben, sie aus ihrer verzweifelten Lage herausholen? Könnte man damit nicht die internationale Zusammenarbeit und den Aufbau von Vertrauen zwischen Christen und Muslimen und Nicht-Gläubigen stärken und die Zusammenarbeit für eine Welt mit menschenwürdigem Leben und Frieden für alle, wie in der Menschenrechtserklärung 1948 beschlossen? Es liegt an uns, das voranzubringen!
Das hat vor allem auch in der muslimischen Welt eine Basis. Das US-amerikanische Meinungsforschungsinstitut Gallup hat bei Befragungen unter Muslimen ermittelt, dass die Mehrheit die westlichen Werte gut findet und auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Weit verbreitet aber ist auch der Glaube, dass der Westen diese Werte in den muslimischen Ländern nicht verwirklicht stehen will. Wenn das Volk wirklich herrsche in einer Demokratie, hätte er es nicht mehr so leicht, sich die Rohstoffe der Länder anzueignen. Sie verstehen mehr von dem, was vor sich geht, als die meisten Menschen in den westlichen Ländern, die weit weg sind vom Kriegsgeschehen und deshalb leicht einseitig informiert werden können. Es liegt an uns, sie in Kontakt zu bringen und umfassend zu informieren.

Wolfgang Lieberknecht
Initiative zur Schaffung internationaler Foren in den Wahlkreisen

POLITIK

GALLUP-STUDIE:
Mehrheit der Muslime bewundert westliche Werte
Es war ein wissenschaftliches Großprojekt: 50.000 Interviews mit Muslimen aus meist islamischen Ländern. Der Einblick in ihre Gedankenwelt ergab: Sie glauben nicht, dass islamistische Extremisten ihre Probleme lösen. Stattdessen schätzen sie westliche Werte wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau.

https://www.welt.de/politik/article1779741/Mehrheit-der-Muslime-bewundert-westliche-Werte.html

 

Der Bereiter der Grundlagen des Netzwerkes des islamischen Terrorismus, der US-Amerikaner, Zbigniew Brzezinski, ist gestorben. Er hatte Präsident Charter beraten, Islamisten aus aller Welt zusammenzuholen und militärisch auszubilden, um die säkulare afghanische Regierung stürzen zu können. Und er erklärte später stolz: „Was war wichtiger im Anblick der Weltgeschichte? Die Taliban oder der Zusammenbruch des Sowjetimperiums? Ein paar aufgescheuchte Moslems oder die Befreiung Mitteleuropas und das Ende des Kalten Krieges?“ Aus diesen mit westlicher – v.a. allem US-amerikanischer – Aktivität geschaffenen islamistischen Netzwerken ging Al Kaida und IS hervor.

https://internationalesforumblog.wordpress.com/2017/05/28/der-bereiter-des-netzwerkes-des-islamischen-terrorismus-der-us-amerikaner-zbigniew-brzezinski-ist-gestorben-er-hatte-praesident-charter-beraten-islamisten-aus-aller-welt-zusammenzuholen-und-milit/

Terror Europas in der muslimischen Welt:

<span class="description">Britisch-Französische Interessengebietsaufteilung 1916 (&copy www.passia.org – Mahmoud Abu Rumieleh)</span>

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren die meisten Einwohner des Nahen Ostens und Nordafrikas Untertanen des Osmanischen Sultans, der als Kalif für viele auch gleichzeitig das religiöse Oberhaupt darstellte. Zwar entstanden in dieser Zeit erste Ansätze einer arabischen Nationalbewegung, aber vornehmlich als Reaktion auf den erstarkenden türkischen Nationalismus und ohne zentrale Führung. „Nahda“ (Erwachen) war das Schlüsselwort für die frühen arabischen Nationalisten. In ihren Klubs diskutierten sie ein breites Spektrum philosophischer, naturwissenschaftlicher und literarischer Fragen; bis zum Ersten Weltkrieg forderten sie eher eine Gleichberechtigung bzw. Anerkennung ihrer Kultur – etwa durch die Zulassung des Arabischen als Amtssprache – als staatliche Souveränität für arabischsprachige Regionen.

Erst die Gegnerschaft zwischen der Entente (Großbritannien, Frankreich, Russland) und den Mittelmächten (Deutschland, Österreich-Ungarn, Osmanisches Reich) im Ersten Weltkrieg 1914 bis 1918 politisierte die Bewegung, weil sich ihren Emanzipationsbestrebungen jetzt die Unterstützung durch Großbritannien und Frankreich bot. Als der Sultan in seiner Eigenschaft als Kalif im November 1914 zum „Heiligen Krieg“ gegen die ungläubigen Feinde, also die Entente, aufrief, suchte London eine arabische muslimische Persönlichkeit, die hinreichend renommiert war, um dem osmanischen Aufruf zum Dschihad die Gefolgschaft zu entziehen. Der britische Vorschlag, das Kalifat wieder „in arabische Hände“ zu legen, wurde vom Scherifen Hussein von Mekka, aus der Prophetenfamilie der Bani Haschim (Haschimiten), bereitwillig aufgenommen. Er wollte nicht nur arabischer Kalif, sondern auch Führer eines zukünftigen arabischen Einheitsstaates werden. Deshalb nahm er 1915 einen lebhaften Briefwechsel mit dem Hochkommissar des britischen Protektorats Ägypten, Henry McMahon, auf. Dieser schickte seinerseits Abgesandte, allen voran Thomas Edward Lawrence („Lawrence von Arabien“), um die Araber unter Führung des Scherifen zum offenen Aufstand gegen die Osmanen zu bewegen. Der „Aufstand in der Wüste“ brach im Juni 1916 tatsächlich aus und störte empfindlich die Nachschub- und Verbindungslinien der Osmanen auf der arabischen Halbinsel.
Als Gegenleistung für die militärische Unterstützung versprach die britische Regierung, nach dem Sieg über das Osmanische Reich einen unabhängigen arabischen Staat zu gewähren. Nach der Kapitulation der Osmanen am 30. Oktober 1918 hatten die aufständischen Araber also allen Grund, von der Einlösung der britischen Zusicherungen auszugehen. Sie konnten nicht wissen, dass sich London schon längst mit Paris anderweitig geeinigt hatte. Am 16. Mai 1916 waren die britischen und französischen Diplomaten Mark Sykes und Georges Picot übereingekommen, die arabischen Provinzen des Osmanischen Reiches in Form von „Einflusszonen“ untereinander aufzuteilen (Sykes-Picot-Abkommen). Ein gutes Jahr später, am 2. November 1917, hatte der britische Außenminister Arthur James Balfour zudem im Namen seiner Regierung erklärt, die Errichtung einer „jüdischen Heimstatt“ in Palästina zu unterstützen (Balfour-Deklaration). Damit waren schon vor der osmanischen Niederlage weitreichende Entscheidungen gefallen.

Aus gutem Grund hielten Frankreich und insbesondere Großbritannien die Abkommen geheim, denn sie bedeuteten nichts weniger als den Bruch aller Zusagen gegenüber den Arabern, allen voran Hussein von Mekka. Bis zum Kriegsende war London natürlich an der Aufrechterhaltung der Fiktion von der britisch-arabischen Waffenbrüderschaft interessiert. Noch im Januar 1918 hatte die britische Regierung, gemeinsam mit der französischen, eine Deklaration über die „Befreiungsmission“ verfasst, die den „von den Türken unterdrückten Völkern“ die Souveränität nach dem „Sieg über den gemeinsamen Feind“ verhieß. Letzteres erfolgte wohl notgedrungen: Im gleichen Monat hatte US-Präsident Woodrow Wilson seinen 14-Punkte-Plan verkündet, der allen Völkern der Erde das Recht auf Selbstbestimmung zusprach, von London und Paris aber als Fehdehandschuh eines weiteren Mitbewerbers um die Neuordnung der Region mit ihren vermuteten reichen Erdölschätzen interpretiert wurde.

Letztlich sorgte die Oktoberrevolution in Russland 1917 für die Aufdeckung der britisch-französischen Geheimpläne. In ihrem Bestreben, die „verbrecherischen“ Pläne des gestürzten Zaren und seiner „imperialistischen Helfershelfer“ zu enthüllen, öffneten die Bolschewiken die geheimen Staatsarchive. Im Januar 1918 kam so auch eine Kopie des Sykes-Picot-Abkommens ans Tageslicht; die Fiktion der „Befreiungsmission“ war nicht länger aufrechtzuerhalten.

Staatsbildung im Schatten des Verrats

Nachrichten verbreiteten sich bekanntlich vor einem Jahrhundert ungleich langsamer als in der Gegenwart. Als Faisal, der Sohn des Scherifen Hussein, Anfang Oktober 1918 an der Spitze der mit der britischen Orientarmee unter General Allenby verbündeten arabischen Truppen in Damaskus einmarschierte, waren ihm über das Sykes-Picot-Abkommen allenfalls Gerüchte zu Ohren gekommen. Deshalb schickte er sich umgehend an, die syrische Metropole zur Hauptstadt des nun zu errichtenden arabischen Reiches zu machen. Am 5. Oktober 1918 ernannte er einen „Direktorenrat“, quasi eine provisorische Regierung. Gemäß der Bestimmungen des Sykes-Picot-Abkommens, die Syrien Frankreich zugesprochen hatten, begann am 22. Oktober 1918 der britische Rückzug aus Syrien und der Ersatz durch französische Truppen, der am 1. November 1919 abgeschlossen war. Jetzt konnten Faisal und die arabische Nationalbewegung nicht länger die Augen vor der Tatsache verschließen, dass die britischen Verbündeten offensichtlich nicht gedachten, den während des Krieges eingegangenen Vertrag einzuhalten. Vielmehr deutete sich die Ablösung der osmanischen Herrschaft durch eine neue, europäisch-westliche an. Nicht nur in Syrien, sondern auch in anderen arabischen Regionen von Irak im Osten über Ägypten im Zentrum bis Marokko im Westen erhoben sich daraufhin die Bewohner gegen die Ausweitung und Vertiefung der kolonialen Unterdrückung. Britische und französische Truppen konnten die heftigen Aufstände in ihren jeweiligen Einflussgebieten zwar blutig niederschlagen, aber der Westen hatte das in ihn gesetzte Vertrauen endgültig verspielt.

Unter dem Eindruck der revolutionären Nachkriegsunruhen in Europa und im Nahen Osten, Lenins Machtübernahme in Russland sowie der Offerten von US-Präsident Wilson an antikoloniale Bewegungen veränderten London und Paris die Form ihrer Kolonialherrschaft. Am 20. April 1920 ließen sie sich in San Remo seitens des von ihnen dominierten Völkerbunds „Mandate“ über die begehrten Gebiete erteilen, um sie auf die Unabhängigkeit „vorzubereiten“. In leichter Abänderung des Sykes-Picot-Abkommens erfolgte nun eine Aufteilung Syriens in Palästina, Libanon und „Rest-Syrien“, wobei die beiden letztgenannten Regionen unter französisches, Palästina – ebenso wie der östliche Nachbar Irak – unter britisches Mandat fielen. In diesem Gefüge war für Faisal zunächst kein Platz mehr. Am 28. Juli 1920 unterlag er südlich von Damaskus französischen Truppen und floh ins italienische Exil. Doch am 21. August 1921 ernannten ihn seine ehemaligen britischen Verbündeten zum König des Irak. Fast gleichzeitig bestätigten sie auch die Herrschaft seines Bruders Abdullah über Transjordanien. Ihr Vater, Scherif Hussein, musste hingegen 1924 vor Ibn Sa‘ud, dem Begründer des modernen Saudi-Arabien, kapitulieren. Letztlich war die Inthronisierung Faisals symptomatisch für die europäische Kolonialstrategie. In der Regel sicherte das Mandatssystem das nahezu uneingeschränkte Wirken eines Hochkommissars im jeweiligen Mandatsgebiet. Wurde der Widerstand der Einheimischen aber zu groß und standen hinreichend verlässliche Bündnispartner im Mandat zur Verfügung, wählten Großbritannien und Frankreich in der Folgezeit einen indirekteren Weg der Herrschaftssicherung durch die Einrichtung von Marionettenregimen. So erreichten Staaten wie etwa Ägypten oder Irak die formale Unabhängigkeit schon vor dem Zweiten Weltkrieg, die faktische aber – wie die meisten anderen Staaten des Nahen Ostens auch – erst weit danach.

http://www.bpb.de/156593/zwischen-kolonialismus-und-nationenbildung?p=all

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