Hamas will Israel in den Grenzen von 1967 akzeptieren – die israelische Regierung nimmt aber den Faden bisher nicht auf, sondern spricht von Täuschungsmanöver. Das Land selbst respektiert die Grenzen von 1967 nicht und hat weite Teile außerhalb der Grenzen annektiert oder enteignet. Können die Menschen der Welt jetzt die Äußerung der Hamas nutzen, den Friedensprozess voranzubringen, rücken die in Israel sehr einflussreichen Extremisten jetzt ebenfalls von ihren extremen Positionen ab, dass ihnen ganz Palästina gehöre und die Palästinenser in die Nachbarländer vertrieben werden sollen? Eine Einigung würde auch den Islamisten Argumente nehmen, dass allein sie das Recht der Palästinenser auf selbstbestimmtes Leben durchsetzen könnten. Die arabischen Staaten haben Israel schon vor Jahren Sicherheit in den Grenzen von 1967 garantiert, wenn es sich aus den besetzten Gebieten zurückzieht. Auch das hatten die israelischen Regierungen nicht aufgegriffen, sondern zurückgewiesen. Es wäre zu hoffen, dass jetzt auch Friedenskräfte in Israel die Initiative aufgreifen! Der israelische Politiker, der wirklich den israelischen Anspruch auf ganz Palästina aufgeben und konkrete Vereinbarungen abschließen wollte, Jitzchak Rabin, wurde von israelischen Extremisten ermordet!

Hamas will womöglich Grenzen von 1967 akzeptieren

1. Mai 2017

Radikalislamische Organisation will offenbar Gründung eines Palästinenserstaates in den Grenzen von 1967 akzeptieren – Israelische Regierung ortet „Täuschungsmanöver“ Jerusalem/Ramallah – Die Hamas rückt womöglich von ihrem harten Kurs gegenüber Israel ab. Die islamistische Palästinenserorganisation veröffentlichte am Montag auf Arabisch und Englisch ein Dokument, in dem sie die Gründung eines Palästinenserstaates in den Grenzen von 1967 akzeptiert. Die israelische Regierung wies das Papier umgehend als „Täuschungsmanöver“ zurück. Nach Angaben aus arabischen Regierungskreisen rückt die radikalislamische Organisation damit von ihrem harten Kurs gegenüber Israel ab.

In dem Dokument zur politischen Ausrichtung werde der Aufruf zur Zerstörung Israels fallengelassen, sagten am Montag Regierungsvertreter aus den Golfstaaten. Zudem werde das Bündnis mit der islamistischen Muslimbruderschaft aufgekündigt. Die im Gazastreifen herrschende Palästinenserorganisation hob in dem Papier hervor, dass ihr Konflikt mit Israel einen politischen und keinen religiösen Charakter habe. Damit hätte die Hamas erstmals seit ihrer Gründung vor fast 30 Jahren ihr politisches Programm verändert.

In Israel wurde betont, die Hamas ziele mit ihrer Kursänderung darauf ab, ihre Beziehungen zu den westlichen Ländern, den Golfstaaten und Ägypten zu verbessern. Die Hamas wird unter anderem von der Europäischen Union und den USA als terroristische Organisation eingestuft. Auch die Muslimbruderschaft, die bis zum Sturz von Präsident Mohammed Mursi 2013 in Ägypten an der Macht war, gilt in zahlreichen Ländern als Terrorgruppe. In dem neuen Dokument werde Israel aber weiter das Existenzrecht abgesprochen, hieß es weiter. Es war unklar, ob es die Hamas-Charta aus dem Jahr 1988 ersetzen sollte, in der noch die Zerstörung Israels als Ziel aufgeführt ist. Die Hamas, die den Gazastreifen kontrolliert, spreche sich in dem neuen Papier für einen vorläufigen Palästinenser-Staat in den Grenzen von 1967 aus, sagten die Insider weiter. Damals besetzte Israel den Gazastreifen, das Westjordanland und Ost-Jerusalem. „Die Hamas versucht die Welt zum Narren zu halten, das wird ihr aber nicht gelingen“, erklärte ein Sprecher des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu. Ein Hamas-Sprecher wollte sich zunächst nicht äußern. (APA, 1.5.2017) – derstandard.at/2000056825376/Hamas-will-womoeglich-Grenzen-von-1967-akzeptieren

Bildergebnis für israel grenzen 1967

Arabische Friedensinitiative

Die Arabische Friedensinitiative (englisch Arab Peace Initiative, API; arabisch ‏مبادرة السلام العربي‎, DMG mubādarat as-salām al-ʿarabī) von 2002 gilt als eine bedeutende Initiative zum Frieden im Nahen Osten. Sie gilt als eine Abkehr von den „Drei Neins“ der Khartum-Resolution aus dem Jahre 1967 („Nein zur Anerkennung Israels. Nein zu Verhandlungen mit Israel. Nein zum Frieden mit Israel“).

Geschichte

Die Initiative zum Frieden wurde im März 2002 von der Arabischen Liga auf Betreiben des saudischen Königs Abdullah ibn Abd al-Aziz vorgeschlagen und im Juni 2002 von allen 57 Mitgliedern der Organisation für Islamische Zusammenarbeit, einschließlich des Iran, angenommen.[1] Im März 2007 wurde diese Erklärung auf der Gipfelkonferenz der Arabischen Liga in Riad noch einmal bestätigt.[2]

Inhalt[Bearbeiten]

Die Initiative beinhaltet das Angebot zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und den islamischen Staaten sowie die Anerkennung Israels.[3][4][5] Im Gegenzug wird von Israel der Rückzug aus allen 1967 besetzten Gebieten sowie die Anerkennung eines unabhängigen palästinensischen Staates mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt gefordert. Darüber hinaus fordert die Erklärung eine gerechte Lösung der Flüchtlingsfrage in Übereinstimmung mit der Resolution 194 der UN-Generalversammlung.[6] Am 29. April 2013 setzte der Premierminister von Katar, Scheich Hamad bin Jassem al-Thani, die Initiative erneut auf die Tagesordnung der internationalen Politik. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit US-Außenminister John Kerry in Washington erklärte er, die Arabische Liga bestehe zwar darauf, dass Israel sich hinter die bis zum Sechstagekrieg von 1967 bestehenden Grenzen zurückziehe; sie sei aber bereit zu akzeptieren, dass auf einvernehmlicher Basis ein geringfügiger Gebietsaustausch stattfinde.[7]

Akzeptanz

Der Friedensplan stieß auf israelischer Seite überwiegend auf Ablehnung.[8] [9] Vom israelische Ministerpräsidenten Ariel Scharon wurde die Friedensinitiative als Grundlage für Friedensdiskussionen mit der Begründung abgelehnt, es würde sich um ein „arabisches Komplott“ handeln, um Israel international unter Druck zu setzen.[10]Insbesondere bei der palästinensischen Flüchtlingsfrage und dem Rückzug bis auf die Grenzen von vor dem Sechs-Tage-Krieg signalisierten israelische Politiker, keine Kompromisse eingehen zu wollen.[11][12] Der US-amerikanische Präsident Barack Obama sicherte der Arabischen Friedensinitiative seine Unterstützung zu.[13]

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