Tötung von Soldaten, die sich ergeben hatten und von Zivilisten im Zuge der Kampfhandlungen um den Flughafen Donezk auf Seiten der ukrainischen Regierung. Das ist der Vorwurf gegen einen 25jährigen Österreicher. Er wurde jetzt in Polen beim versuchten erneuten Grenzübertritt in die Ukraine verhaftet! In dem Konflikt wurden bereits mehr als 10.000 Menschen getötet, die Bemühungen um eine friedliche Lösung stecken fest.

„Kriegsverbrechen“ in der Ukraine: Österreicher in Polen festgenommen

Bild zu Kriegsverbrechen: Österreicher verhaftet

30. April 2017
Beschuldigter kämpfte auf ukrainischer Seite und wollte von Polen aus in die Ukraine reisen

Wien/Kiew/Moskau – Ein Österreicher ist wegen mutmaßlicher Verbrechen im Ukraine-Konflikt in Polen festgenommen worden. Der 25-Jährige, nach dem wegen mehrerer Tötungsdelikte gefahndet wurde, sei am Sonntag in Dorohusk gefasst worden, teilte der polnische Grenzschutz mit. Er habe versucht, am dortigen Grenzübergang in die Ukraine einzureisen. Er solle nun nach Österreich ausgeliefert werden, hieß es. Das Außenministerium in Wien bestätigte die Nationalität des Festgenommenen. Der Mann wurde mittels Europäischen Haftbefehl gesucht, sagte Ministeriumssprecher Thomas Schnöll. Gegen den Österreicher wird laut Karl-Heinz Grundböck, Sprecher des Innenministeriums, „im Zusammenhang der aktiven Teilnahme an Kampfhandlungen an internationalen Konflikten“ ermittelt.

„Kriegsverbrechen gegen Personen“

Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt ermittelt gegen den 25-Jährigen wegen „Kriegsverbrechen gegen Personen“ im Ukraine-Konflikt. Ihm werde vorgeworfen, „im Zuge der Kampfhandlungen um den Flughafen Donezk gegnerische Soldaten, die sich bereits ergeben hatten, bzw. Zivilisten getötet zu haben“, sagte Behördensprecher Erich Habitzl am Sonntag. Dabei habe er „nicht auf russischer, sondern auf ukrainischer Seite gekämpft“, betonte Habitzl. Gegen den Beschuldigten laufe noch ein zweites Verfahren wegen „Vergehen nach dem Suchtmittelgesetz“. Der Europäische Haftbefehl erfolgte nach Angaben des Sprechers jedoch aufgrund des Vorwurfs der „Kriegsverbrechen gegen Personen“. Wann der 25-Jährige von Polen nach Österreich überstellte werde, konnte Habitzl noch nicht sagen.

10.000 Tote

Die ukrainische Armee kämpft seit drei Jahren gegen prorussische Aufständische, die weite Gebiete im Osten des Landes kontrollieren. In dem Konflikt wurden bereits mehr als 10.000 Menschen getötet, die Bemühungen um eine friedliche Lösung stecken fest. (APA, 30.4.2017) – derstandard.at/2000056790556/Oesterreicher-wegen-Verbrechen-in-Ukraine-Krise-in-Polen-festgenommen

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