Weitere Verschärfung: USA ignorieren Appel des wahrscheinlichen neuen Präsidenten Südkoreas, Demonstrationen und Warnungen von China und Russland und bauen ihr Raketensystem weiter auf! Der Favorit für die Anfang Mai anstehende Präsidentenwahl, Moon Jae In, forderte, die Stationierung auszusetzen und die Entscheidung darüber der neuen Regierung zu überlassen. Bei Protesten von Pazifisten und Umweltschützern wurden in Seongju nach Angaben von Aktivisten mehr als zehn Demonstranten verletzt. All das findet in der deutschen Lückenpresse nicht statt. Die US-Minister für Außenpolitik und für Verteidigung, Rex Tillerson und Jim Mattis, wollten noch an diesem Mittwoch den gesamten Senat im Weißen Haus über den Konflikt mit Nordkorea informieren. Diese Praxis gilt als selten und ungewöhnlich für Washingtoner Verhältnisse.

Deutsche Welle:

KONFRONTATION MIT NORDKOREA

USA treiben Raketenabwehr in Südkorea voran

Die Stationierung löste Unruhe aus, in Südkorea selbst sowie in Peking und Moskau. Die US-Regierung hat den gesamten Senat zum Briefing über ihre Strategie ins Weiße Haus geladen, eine seltene Vorgehensweise.

Rex Tillerson und James Mattis (picture alliance/ZUMAPRESS/Planet Pix/G. Johnson)Luden sämtliche Senatoren zum Briefing ins Weiße Haus: Die Minister Mattis (l.) und Tillerson

China äußerte sofort wieder scharfe Kritik an dem beschleunigten Aufbau eines US-Raketenabwehrsystems in Südkorea. Die Regierung in Peking forderte die USA und Südkorea auf, das System zurückzuziehen. Auch aus Russland kamen besorgte und warnende Stimmen. In Südkorea stieß der Beginn der Arbeiten auf Proteste. Der Favorit für die Anfang Mai anstehende Präsidentenwahl, Moon Jae In, forderte, die Stationierung auszusetzen und die Entscheidung darüber der neuen Regierung zu überlassen. Bei Protesten von Pazifisten und Umweltschützern wurden in Seongju nach Angaben von Aktivisten mehr als zehn Demonstranten verletzt.

USA: „Alle Optionen auf dem Tisch“

Angesichts der verstärkten Spannungen im Konflikt mit Nordkorea begannen die USA und die südkoreanische Regierung früher als erwartet damit, Teile des sogenannten THAAD-Abwehrsystems zum 250 Kilometer südlich von Seoul gelegenen Standort zu bringen. Die Stationierung des Raketensystems war im vergangenen Jahr angekündigt worden. Das System Terminal High Altitude Area Defense (THAAD) soll Kurz- und Mittelstreckenraketen in der letzten Flugphase zerstören können. Nach Angaben des südkoreanischen Verteidigungsministeriums soll das System bis zum Jahresende voll einsatzfähig sein.

Die USA und Südkorea hatten sich angesichts der verstärkten nordkoreanischen Raketentests darauf geeinigt, das THAAD-System aufzubauen. Sie setzten sich damit über Einwände Chinas und Russlands hinweg.

Was gibt es so Wichtiges zu besprechen?

Die US-Minister für Außenpolitik und für Verteidigung, Rex Tillerson und Jim Mattis, wollten noch an diesem Mittwoch den gesamten Senat im Weißen Haus über den Konflikt mit Nordkorea informieren. Diese Praxis gilt als selten und ungewöhnlich für Washingtoner Verhältnisse. Die Teilnahme von Präsident Donald Trump wurde nach Berichten des Nachrichtensenders CNN zunächst nicht bestätigt.

USA bauen Raketenabwehr in Südkorea auf (picture-alliance/dpa/R. Scott/Department Of Defense)US-Raketenabwehr in Südkorea: Drohung und Abschreckung

Trump hatte bereits mehrfach mit Alleingängen im Atomstreit mit der Führung in Pjöngjang gedroht, setzt aber auch auf eine Zusammenarbeit mit China. Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, hatte am Wochenbeginn gewarnt, die USA könnten zu militärischen Aktionen greifen, sollte Machthaber Kim Jong Un beim Atomprogramm nicht einlenken.

Nur Säbelrasseln?

In Südkorea lief am Mittwoch ein gemeinsames Manöver der USA und Südkoreas mit 2000 Soldaten. Einbezogen waren nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Seoul rund 100 Artillerie-Geschütze, 90 gepanzerte Fahrzeuge und 50 Flugzeuge.

Nordkorea hatte am Dienstag nach eigenen Angaben die größte jemals vorgenommene Militärübung abgehalten. Wiederholt wurde von höchster Stelle in Pjöngjang die Drohung mit „atomaren Erstschlägen“.

China stellte derweil seinen ersten selbst gebauten Flugzeugträger vor, der allerdings nach Einschätzung von Experten erst in zwei Jahren voll ausgerüstet sein wird.

SC/kle (afp, rtre, dpa)

http://www.dw.com/de/breaking-the-silence-und-betselem-wenn-wahrheit-wehtun-soll/a-38578762

Moon Jae-in

Moon Jae-in (2017)
Moon Jae-in (2017)
Koreanische Schreibweise
Hangeul 문재인
Hanja 文在寅
Revidierte Romanisierung Mun Jae-in
McCune-Reischauer Mun Chaein
siehe auch: Koreanischer Name

Moon Jae-in (* 24. Januar 1953) ist ein südkoreanischer Politiker. Er kandidierte 2012 für die Minju-tonghap-Partei (민주통합당, Minju-tonghap-dang, Vereinte Demokratische Partei) bei den Wahlen zum Staatspräsidenten, wo er unterlag. Für die Wahlen im Mai 2017 kandidiert er ein zweites Mal und gilt als aussichtsreicher Bewerber.

Leben und Studium

Moon wurde in Geoje geboren. Sein Vater war aus Nordkorea geflüchtet und arbeitete während des Korea-Krieges im Kriegsgefangenenlager Geoje. Moon studierte nach dem Schulabschluss Jura an der Kyung-Hee-Universität. Wegen seiner Beteiligung an Protesten gegen die Yushin-Verfassung wurde er von der Universität verwiesen. Später konnte er nach Ableistung des Militärdienstes die Universität abschließen und wurde Rechtsanwalt. Gemeinsam mit dem späteren Staatspräsidenten Roh Moo-hyun eröffnete er eine Anwaltskanzlei in Busan, die sich in Menschenrechts- und Bürgerrechtsfragen engagierte.

 

On March 18, approximately 5,000 people from across South Korea gathered in Soseong-ri, Seongju County to protest the deployment of the U.S. Terminal High Altitude Area Defense (THAAD) missile system. The action was organized by a coalition of anti-THAAD task forces composed of residents in Seongju and Gimcheon near the deployment site, as well as the Won Buddhists, and joined by similar task forces formed in Daegu/North Gyeongsang Province and Busan/Ulsan/South Gyeongsang Province, as well as a national task force composed of peace/anti-war organizations and a long list of civic groups.

(Protesters against the THAAD deployment marching towards the proposed deployment site; Video source — FactTV)

Days before the peaceful demonstration, the local police attempted to block protesters from marching towards the former Lotte Golf Course, slated to be turned into the deployment site for the THAAD system. The protest organizers, however, won court approval to march to as close as 25 meters from the main entrance of the deployment site.

 

Grandmas of Soseong-ri: “No THAAD! Never give up!”

Elderly residents of Soseong-ri (a village in Seongju County just 2 miles from the deployment site) joined the national peace march. Leaning on walkers, they marched with high spirits, held up big picket signs and chanted, “Illegal THAAD, back to the U.S! THAAD, go away! Come Peace!”

(Video source — 615TV)

The U.S. recently transported two THAAD launchers and other parts of the THAAD battery to South Korea. Those at the frontlines of the struggle — the residents of Seongju and Gimcheon and the Won Buddhists — have called on people across South Korea to join them in opposing the THAAD deployment. The residents have been holding weekly protests in Soseong-ri, and Won Buddhist priests have been holding overnight prayer sit-ins on Jinbat Bridge, the only road leading to the deployment site.

In response to reports that the U.S. may soon transport the THAAD radar to the deployment site, South Koreans from different regions are coming together to demonstrate the strength of the national opposition. Another national action is planned for April 8.

 

Won Buddhist Priests Face Police Violence

Following the national peace march in Soseong-ri, Won Buddhist priests set up for a sit-in protest on Jinbat Bridge, which leads to the deployment site. Every night since early March, Won Buddhist priests have been holding overnight prayer sit-in’s on Jinbat Bridge. Due to inclement weather conditions, the priests began to set up a “peace tent” to avoid the rain but were met with violence from the police.

(Video shot by Seongju resident; Video source — OhmyTV)

Without any verbal warning, the police used force to take down and remove the tent. The residents of Seongju and other protesters attempted to help the priests and block the police from destroying the tent. Several were injured in the process. A few of the protesters sustained serious enough injuries to require ambulances to transport them to the hospital.

The Won Buddhists submitted a complaint demanding the police issue an official apology and take measures to ensure that such an incident will not happen again. They also demanded punishment for the police officers responsible for inciting the violence.

By ZoominKorea staff

http://www.zoominkorea.org/south-koreans-converge-in-seongju-to-protest-thaad-deployment/

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