Die westlichen Eliten werden die monarchischen Eliten am Golf bei ihrem Krieg gegen Jemen unterstützen bis der letzte widerspenstige Jemenit unter die Erde gebracht ist. Die UN sprechen von der „größten humanitären Katastrophe der Welt“. Hilfeschrei aus Jemen: „Wir sind hier wie lebende Tote. Wir wollen in einem Land ohne Krieg leben. Wir wollen kein Luxusleben – nur eine Unterkunft, Frieden und Arbeit.“ Die Kriegskoaltion der arabischen islamistischen Monarchien lehnte aber bisher Waffenstillstand und Friedensangebote ab. Sie wird von den USA direkt bei ihren Luftangriffen – häufig auf Zivilisten – unterstützt u. a. durch das Betanken der Flugzeuge in der Luft. Und sie wird von den USA, GB, Deutschland, Schweden, Frankreich, u.a. mit Waffen versorgt. Mit diesen Waffen blockieren sie auch Häfen in Jemen, über die humanitäre Hilfe geliefert wird. Warum prangern die westlichen Medien und Politiker dieses Leid nicht an und schweigen zum Leid der Menschen und der Zerstörung der Infrastruktur dieses ärmsten arabischen Landes? Hier hat der arabische Frühling dazu geführt, dass politische Kräfte die Oberhand bekommen haben, die dem Westen nicht hörig sind. In einem Land, das nahe an den saudi-arabischen Ölquellen liegt und an einer wichtigen Handelsroute durch das Rote Meer. Meine These: Der Westen garantiert den islamistischen Diktaturen am Golf gegen deren Bevölkerungen die Stabilität, weil sie seinen Konzernen als Gegenleistung den Zugriff aufs Öl sichern. Der Westen wird deshalb bis zum letzten Jemeniten den Krieg fortführen und unter allen Umständen freie Wahlen und das Selbstbestimmungsrecht der Jemeniten verhindern wollen. Es sei denn, die Jemeniten können den Angreifern erhebliche Verluste beibringen und Menschenfreunde in der Welt eine starke Solidaritätsbewegung auf die Beine bringen, die die westlichen Regierungen zwingen kann, den Krieg der islamistischen Monarchen nicht weiter zu unterstützen und die die UNO gewinnen kann, Friedenstruppen zu entsenden, um einen Waffenstillstand zu sichern!

POLITIK

Bedürftige Kinder drängen sich vor einer Essensausgabe in Sanaa.Bedürftige Kinder drängen sich vor einer Essensausgabe in Sanaa.(Foto: dpa)
Dienstag, 25. April 2017

„Wir sind hier wie lebende Tote“
Jemen schlittert in Hungerkatastrophe

Seit zwei Jahren herrscht Bürgerkriegschaos im Jemen. Die Bevölkerung kämpft ums Überleben, es fehlt an Nahrung und ärztlicher Versorgung. Vor allem Kinder leiden. Die UN sprechen von der „größten humanitären Katastrophe der Welt“.

„Wir sind hier wie lebende Tote. Wenn wir zu Bett gehen, wissen wir nicht, ob wir morgen noch leben“, sagt die Jemenitin Um Said aus der südwestlichen Provinz Tais. Wie viele andere Frauen aus der Region von Bilad al-Wafi ist sie mindestens vier Stunden unterwegs, wenn sie in den Nachbarorten Lebensmittel holen will. Die Frauen gehen auf schmalen Pfaden und durch das hohe Gebirge. Denn ihre Heimatstadt wird seit drei Monaten von Huthi-Rebellen belagert, die Hauptstraßen sind nicht passierbar.

Der Konflikt begann Ende 2014 mit der Besetzung der Hauptstadt Sanaa durch schiitische Huthi-Rebellen, denen immer wieder die Unterstützung des Irans nachgesagt wird. Im März 2015 starteten dann Saudi-Arabien und seine sunnitischen Bündnispartner Luftangriffe gegen die Aufständischen. „Der Krieg hat alles zerstört: Häuser, Krankenhäuser und Schulen“, sagt Um Said. „Wir haben nichts mehr, um die derzeitige Situation zu überleben, außer unseren Glauben an Gott. Wir haben geliebte Menschen verloren. Wir haben unsere Einkünfte verloren. Wir haben unsere Freiheit verloren und unser Recht, in Frieden zu leben.“

Zivilisten sind eingekesselt

Nach UN-Angaben sind fast 19 Millionen Jemeniten – mehr als zwei Drittel der Bevölkerung – auf humanitäre Hilfe angewiesen. Zudem hätten 7 Millionen Kinder keinen Zugang zu ärztlicher Versorgung. Als Folge dessen stirbt in dem Bürgerkriegsland alle zehn Minuten ein Kind unter fünf Jahren an vermeidbaren Krankheiten. Im Oktober 2016 brachen Cholera und akute wässrige Durchfälle aus, die sich seitdem weiter verbreiten. Mehr als 22.500 Menschen sollen betroffen sein, 106 seien bereits daran gestorben.

In dem Land im Süden der arabischen Halbinsel kämpfen Rebellen und die von Saudi-Arabien und einer Militärkoalition unterstützte Regierung um die Vorherrschaft. Die Zivilbevölkerung ist zwischen den Fronten eingekesselt und Überfällen und Bombardierungen ausgeliefert. Um Said gehört zu den Millionen Jemeniten, die im Kreuzfeuer des Krieges gefangen sind. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International wurden bis Februar 2017 mehr als 4600 Zivilisten im Land getötet, weitere drei Millionen mussten ihre Häuser verlassen.

Drohende Hungersnot

Ahmed Mahdi ist mit seiner neunköpfigen Familie aus dem Distrikt Harad im Nordwesten an der Grenze zu Saudi-Arabien in die Hauptstadt Sanaa geflohen. Aber dort traf es ihn noch schlimmer. Es gab keine Arbeit. Er musste betteln, um seine Familie durchzubringen. „Wir sind aus Angst geflohen, unter dem Beschuss zu sterben. Heute haben wir Angst, vor Hunger zu sterben“, sagt Mahdi.

Die von den Huthi-Rebellen besetzten Provinzen Hodeida und Ibb gehören zu den am härtesten betroffenen Gebieten. UN-Berichten zufolge sind derzeit über sieben Millionen Menschen vom Hungertod bedroht.

In den Gegenden, die von der international anerkannten Regierung kontrolliert werden, ist die Situation etwas besser. Die Gebiete sind dünner besiedelt, kommen seltener unter Beschuss. Dazu gehören auch die größte Provinz Hadramut und andere Gegenden im Osten und Süden des Landes. Dennoch ist das Leben auch hier hart, genauso wie für die Menschen im von den Huthis besetzten Sanaa. Seit die Regierung die Zahlung der Beamtengehälter aussetzte, herrscht hier akuter Geldmangel.

Im September 2016 ordnete Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi den Umzug der Zentralbank von Sanaa in die südliche Stadt Aden an, wo seine Regierung sitzt, um den Druck auf die Huthi-Rebellen zu erhöhen. Millionen von Menschen sind seitdem nicht bezahlt worden. Der 35-jährige Abdullah Abdul Dschalil aus Sanaa ist einer von ihnen. „Ich habe es nicht geschafft, irgendeine Arbeit zu finden, selbst für wenig Geld“, sagt er. Er kann seine Miete nicht mehr zahlen und muss sich Geld leihen, um seine Frau und drei Kinder zu ernähren, sagt er. Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef leben rund 80 Prozent aller Familien im Jemen auf Pump, um ihre Kinder zu ernähren. Jede zweite Familie verfüge über weniger als 2 Dollar am Tag.

Der Beamte Abu Mohammed hat früher für das Innenministerium in Sanaa gearbeitet. Jetzt muss er zum Überleben seine Möbel verkaufen. „Wir wollen in einem Land ohne Krieg leben“, sagt Abu Mohammed. „Wir wollen kein Luxusleben – nur eine Unterkunft, Frieden und Arbeit.“

UN-GEBERKONFERENZ FÜR JEMEN

Das Elend der Zivilbevölkerung im Jemen steht an diesem Dienstag im Mittelpunkt einer UN-Geberkonferenz in Genf. Die Vereinten Nationen bezeichnen die Lage in dem bitterarmen Land als „die größte humanitäre Krise der Welt“. Deshalb ruft das UN-Nothilfebüro Regierungen und Privatpersonen dringend zu Spenden auf. Von den für dieses Jahr benötigten 2,1 Milliarden Dollar seien erst gut 15 Prozent eingegangen. Aus Berlin nimmt die Menschenrechtsbeauftragte Bärbel Kofler an der Konferenz teil.

Mehr als zwei Jahre nach Ausbruch des Bürgerkriegs sei ihr Leben von „einer erdrückenden Belagerung, von Zerstörung und einer schwierigen humanitären Lage“ geprägt, sagt die fünffache Mutter Um Said, während sie neben den anderen Frauen hergeht. Alle tragen Taschen mit Lebensmitteln auf dem Kopf. Für Menschen wie sie hoffen die Vereinten Nationen bei einer UN-Geberkonferenz in Genf auf Spenden.

http://www.n-tv.de/politik/Jemen-schlittert-in-Hungerkatastrophe-article19808030.html

Saudi-Arabien unterstützt Jemen – „Völkerrechtsgemäß nicht machbar …

27.03.2015 – SaudiArabien unterstützt Jemen„Völkerrechtsgemäß nicht machbar“ … der Friedens– und Konfliktforscher Jochen Hippler im Deutschlandfunk.

Jemens Präsident lehnt UN-Friedensplan ab | Aktuell Nahost | DW …

29.10.2016 – Im Jemen ringen mehrere ausländische Mächte um Einfluss, vor allem SaudiArabienund der Iran. Das Friedenspapier der UN wird wohl …

Jemen lehnt Iran-Friedensplan ab – China will vermitteln

http://www.salzburg.com › Politik › Welt

19.04.2015 – Jemen lehnt Iran-Friedensplan ab – China will vermitteln … Der Jemen und SaudiArabien werfen der Islamischen Republik Einmischung in …

Saudi-Arabien ist die neue Supermacht des Nahen Ostens – WELT

https://www.welt.de › Debatte › Kommentare

11.04.2015 – Krieg im Jemen SaudiArabien, neue Supermacht des Nahen Ostens … „Mistkerl“ mehr im Nahen Osten, der für so etwas wie Frieden sorgt.

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