Internationalen Organisation für Migration (IOM): Sklavenhandel in Libyen mit Migranten! Die Personen würden oft monatelang festgehalten und ohne Lohn zu harter Arbeit gezwungen. Viele würden gefesselt oder eingesperrt. Frauen würden als Sexsklavinnen missbraucht oder zur Prostitution gezwungen. IOM traf sie in Auffanglagern für Migranten, die in ihre Heimat zurück wollen. Die Migranten seien gefoltert worden und hätten dabei ihre Familien anrufen müssen, damit diese die Schreie hören konnten. Die Wächter verlangten Hunderte von US-Dollar an Lösegeld. Nach Angaben der Betroffenen hungerten Migranten zu Tode, die kein Geld aufbringen konnten. Die westlichen Regierungen tragen dafür die volle Verantwortung: Mit dem völkerrechtswidrigen Sturz der Regierung Gaddafi und der Zerstörung des libyschen Staates haben sie Milizen den Freiraum geschaffen, so mit Menschen umzugehen. Auch eine Vereinbarung der Afrikanischen Union mit Gaddafi, freie Wahlen durchzuführen, hatte die Nato abgelehnt. Jetzt liegt das Land in Trümmern und regiert nackte Gewalt und niemand weiss, wie das Land da je wieder rauskommt. Trotz (oder wegen) dieser Erfahrung setzen die westlichen Mächte in Syrien, Jemen oder Somalia, Irak oder Afghanistan weiter auf Gewalt: Für die Menschen bedeutet das Leid, für die Westmächte die Ausschaltung von Staaten, die ihnen die Rohstoffe ihrer Länder nicht mehr unentgeltlich überlassen wollten. Und volle Auftragsbücher für die Waffenindustrie und gute Geldanlagemöglichkeit in ihr für Banken und Vermögende.

Migranten in Afrika
Sklavenhandel in Libyen aufgedeckt
11.4.2017, 14:06 Uhr

(dpa) Einen Sklavenhandel mit Hunderten von Migranten hat die Internationalen Organisation für Migration (IOM) im westafrikanischen Niger und im nordafrikanischen Libyen aufgedeckt. Schmuggler böten schutzlose Personen auf Märkten für 200 bis 500 US-Dollar feil, berichtete der IOM-Vertreter in Libyen, Othman Belbeisi, in Genf. Die Personen würden oft monatelang festgehalten und ohne Lohn zu harter Arbeit gezwungen. Viele würden gefesselt oder eingesperrt. Frauen würden als Sexsklavinnen missbraucht oder zur Prostitution gezwungen.

Die Organisation berichtete von zahlreichen Fällen von Menschen, die nach eigenen Angaben auf solchen Sklavenmärkten verkauft worden waren. IOM traf sie in Auffanglagern für Migranten, die in ihre Heimat zurück wollen. Die Migranten seien gefoltert worden und hätten dabei ihre Familien anrufen müssen, damit diese die Schreie hören konnten. Die Wächter verlangten Hunderte von US-Dollar an Lösegeld. Nach Angaben der Betroffenen hungerten Migranten zu Tode, die kein Geld aufbringen konnten.

Ein IOM-Arzt habe einen auf 35 Kilogramm abgemagerten Mann aus Gambia im Spital besucht und seine Folterwunden gesehen. «Libyen ist ein Jammertal für die Migranten», sagte der IOM-Einsatzleiter Mohammed Abdiker. «Migranten, die nach Libyen gehen, um nach Europa zu kommen, haben keine Ahnung von der Folter, die sie dort erwartet», sagte der IOM-Sprecher Leonard Boyle. «Sie werden verkauft, gekauft und weggeworfen, wenn sich nicht mehr von Nutzen sind.» IOM nehme die Zeugenaussagen auf und verbreite sie über sozialen Netzwerke und Radio in den Ländern, aus denen viele Menschen flüchten, um sie zu warnen.

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