Europa und die USA (G7) verweigern den Syrern das Selbstbestimmungsrecht: Der Standard: „G-7 einig: Keine Syrien-Lösung mit Assad an der Macht“ -Wir bestimmen, wer Syrien regiert, nicht das syrische Volk – ein Rückfall in die Kolonialzeit! Nachdem zum Entsetzen der europäischen Eliten, die US-Regierung noch vor wenigen Tagen erklärt hatte, die Syrer sollten durch ihre Wahl entscheiden, wer sie künftig regiert, ist die US-Regierung jetzt auf die europäische Linie wieder eingeschwenkt. „Die Außenminister sprachen sich auch gegen eine militärische Eskalation des Konfliktes aus“ aber tragen mir ihrer Position genau dazu bei, denn ein großer Teil der Syrer würde nach dem Sturz in Syrien nicht mehr leben können, denn droht die Herrschaft der Islamisten! Die Position der G7 wird zu einem langanhaltenden Krieg führen und zu Millionen weiteren Flüchtlingen und Hunderttausenden von Toten, denn die syrische Regierung kontrolliert die Großstädte, in denen heute noch die meisten Syrer leben! Wir brauchen weltweiten Widerstand gegen diese Politik der G7, des Blocks aus den Eliten der alten Kolonialmächte mit der neuen neokolonialen Macht der USA! Vergessen wir nie, Frankreich und Großbritannien unterdrückten die Bewegung für nationale Unabhängigkeit schon von 100 Jahren in Nahen Osten und teilten mit dem geheimen Sykes-Picot-Abkommen die Region unter sich auf, um sie dann zu unterwerfen.

G-7 einig: Keine Syrien-Lösung mit Assad an der Macht

11. April 2017, POSTINGS Die Außenminister sprachen sich auch gegen eine militärische Eskalation des Konfliktes aus

Lucca – Die Außenminister der G-7-Staaten sind sich einig, dass es im Syrien-Konflikt keine Lösung bei einem Verbleib von Präsident Bashar al-Assad an der Macht geben kann. Das sagte der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault am Dienstag am Rande eines G-7-Treffens im italienischen Lucca. Die Industriestaatengruppe fordert von Russland nach Angaben Frankreichs eine stärkere Zusammenarbeit zur Beendigung des Bürgerkriegs in Syrien. Die Regierung in Moskau dürfe in ihrer Syrien-Politik nicht scheinheilig sein und müsse ihre Verantwortung in dem Bürgerkriegsland annehmen, sagte Ayrault. „Keine militärische Eskalation gewollt“ Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel erklärte: „Alle G-7-Staaten wollen keine militärische Eskalation, sondern eine politische Lösung ohne eine weitere Spirale der Gewalt.“ Das sei ausdrücklich auch die Haltung von US-Außenminister Rex Tillerson, der mit der Unterstützung der G-7 zu Gesprächen mit Assads wichtigstem Verbündeten nach Moskau reise, erklärte Gabriel. Assad wird neben dem Iran von Russland unterstützt. Gabriel warb bei dem Treffen in Lucca noch einmal für eine Einbindung Moskaus und Teherans in eine politische Lösung für Syrien. Ohne sie werde es keine Lösung geben. Türkei: Syrien hat noch Kapazitäten für chemische Kampfstoffe An den G-7-Gesprächen in Lucca nahmen auch die Außenminister der Türkei, Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate, Katars und Jordaniens teil. Nach Angaben der Türkei hat die syrische Regierung immer noch die Kapazitäten für chemische Kampfstoffe. Das hätten Untersuchungen ergeben, sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Dienstag dem Sender TRT Haber in Italien. Cavusoglu forderte Maßnahmen, um deren Einsatz zu verhindern. In Syrien müsse dringend eine Übergangsregierung eingesetzt werden. (APA, 11.4.2017) – derstandard.at/2000055746908/G-7-einig-Keine-Syrien-Loesung-mit-Assad-an-der

100 Jahre Krieg in Nahost

Noch während der Erste Weltkrieg tobte, schlossen die beiden Großmächte Frankreich und Großbritannien ein geheimes Abkommen. Mit diesem teilten sie schon einmal den Nahen Osten unter sich auf. Das war im Mai 1916. Noch waren die Gebiete der heutigen Staaten Syrien, Irak, Jordanien, Libanon und Israel unter osmanischer Herrschaft. Doch der Sieg der westlichen Alliierten war vorhersehbar.

Ein zerstörter irakischer Panzer russischer Bauart und verlassene PKW auf einer Straße bei Kuwait-City.

Das Ausmaß von Krieg und Zerstörung: Die über Jahre andauernden Kämpfe haben viele Städte des Nahen Osten unbewohnbar gemacht.

Politischer Aufruhr

Auf britischer Seite verhandelte der konservative Unterhausabgeordnete Sir Mark Sykes. Für Frankreich saß der Diplomat Francois Georges-Picot am Verhandlungstisch. Sie zogen eine Linie von Acre am Mittelmeer bis nach Kirkuk im heutigen Irak. Südlich davon sollten die Briten herrschen, nördlich davon die Franzosen.

Portrait von Sir Mark Sykes links und Jacques Picot rechts.

Geheimes Abkommen der Großmächte: Sir Mark Sykes (l.) und Francois Georges-Picot (r.) verhandelten die Aufteilung des Nahen Osten.

Als der Inhalt des Abkommens 1918 veröffentlicht wurde, kam es zum politischen Aufruhr in der arabischen Welt. Sie hatte sich bis dahin Unabhängigkeit erhofft. Obwohl die Einfluss-Sphären in den folgenden Jahren noch leicht verändert wurden, gleichen sie doch verblüffend deutlich den heutigen Grenzen zwischen Syrien, Jordanien und dem Irak.

Pulverfass Naher Osten

Seitdem ist der Nahe Osten nicht mehr zur Ruhe gekommen. Natürlich haben auch Zweiter Weltkrieg, der Kalte Krieg, der Hass unter den arabischen Völkern und die Bedeutung der Ölvorkommen den Nahen Osten zu einem Pulverfass gemacht. Aber in der arabischen Politik wird auch heute noch, hundert Jahre nach dem Abkommen, Bezug auf Sykes-Picot genommen, selbst durch die Terroristen des sogenannten „Islamischen Staates“.

Ein Flüchtlingstreck aus dem Irak bewegt sich, schwer mit Koffern bepackt und in Decken gehüllt, zu Fuß in Richtung Jordanien.

Die Flucht als letzter Ausweg: Nach der Bombardierung Bagdads, während der Golfkrise im Jahr 1991, ließen viele Iraker ihre Heimat zurück.

Alexander Stenzel zeichnet den blutigen Weg des Nahen Ostens nach, vom Geheimabkommen Sykes-Picot bis zum islamistischen Terrorismus unserer Tage.

Ein Film von Alexander Stenzel
Redaktion: Thomas Kamp

http://www1.wdr.de/fernsehen/wdr-dok/sendungen/krieg-in-nahost-100.html

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