In Syrien nicht den Krieg befeuern, sondern den Frieden fördern! – Kampagne fordert Abkehr von Militärpolitik und zeigt zivile Alternativen auf. Spiegel Online berichtet, seit Januar dieses Jahres seien „mehr Zivilisten in Syrien durch amerikanische als durch russische Luftschläge getötet worden“. Die US-Administration schickt im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat 1.000 zusätzliche Soldaten nach Syrien und weitet die Luftangriffe aus, was zu einer erhöhten Zahl ziviler Opfer führt. „MACHT FRIEDEN, Zivile Lösungen für Syrien“ stellt sich gegen die Intensivierung der gescheiterten Politik und fordert von der Bundesregierung, stattdessen den Friedensprozess unter UN-Verantwortung zu stärken und auf zivile Lösungen zu setzen.

30. März 2017

Zivile Opfer bei Luftangriff in Syrien: Bundeswehr lieferte Aufklärungsbilder des Schulgebäudes – Kampagne „MACHT FRIEDEN“ fordert Ende des Bundeswehreinsatzes

(c) MACHT FRIEDEN.

Berlin/Bonn. – Nach Medieninformationen haben die Aufklärungsbilder der Bundeswehr im Syrieneinsatz offenbar dazu beigetragen, dass 33 Zivilist*innen gestorben sind. Nach Informationen von NDR und WDR waren die Aufklärungsbilder, die deutsche Tornados am 19. März lieferten, Teil der Grundlage für einen Luftangriff der Anti-IS-Koalition auf eine ehemalige Schule am 20. März, bei dem bis zu 33 Zivilist*innen starben. Spätestens damit wird klar: Die Bundeswehr ist entgegen der allgemeinen Wahrnehmung aktiv in Kampfhandlungen involviert und muss den Tod Unschuldiger mitverantworten.

29. März 2017

In Syrien nicht den Krieg befeuern, sondern den Frieden fördern! – Kampagne fordert Abkehr von Militärpolitik und zeigt zivile Alternativen auf

(c) MACHT FRIEDEN.

Berlin/Bonn. – Die US-Administration schickt im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat 1.000 zusätzliche Soldaten nach Syrien und weitet die Luftangriffe aus, was zu einer erhöhten Zahl ziviler Opfer führt. Spiegel Online berichtet, seit Januar dieses Jahres seien „mehr Zivilisten in Syrien durch amerikanische als durch russische Luftschläge getötet worden“i.

28. März 2017

Unser Forderungspapier ist fertig – Veröffentlichung morgen!

Forderungpapier MACHT FRIEDEN

Ein weiteres Kernstück unserer Kampagne ist fertig: Unter dem Titel „Nicht den Krieg befeuern, sondern den Frieden fördern!“ veröffentlichen wir morgen unser ausführliches Forderungspapier an die Mitglieder des Deutschen Bundestages! Darin formulieren wir unsere drei Kernforderungen aus, üben Kritik am Bundeswehrseinsatz in Syrien und machen konstruktive Vorschläge für eine zivile, friedenslogische deutsche Syrienpolitik. Hier ein Ausschnitt aus unserer Einleitung:

10. März 2017

„Kein Treibstoff für den Syrienkrieg“ – Kampagne fordert Kehrtwende in deutscher Syrienpolitik

(c) MACHT FRIEDEN.

Berlin/Bonn. Unter dem Titel „Treibstoff für den Syrienkrieg“ haben Journalist*innen von ZEIT ONLINE enthüllt, wie intensiv die Bundeswehr Bombardements in Syrien unterstützt. Daten des Bundesverteidigungsministeriums und der Radaraufzeichnung zeigen, dass deutsche Tankflugzeuge fast täglich Treibstoff für Kampfjets der Anti-IS-Allianz liefern. Die Kampagne „MACHT FRIEDEN.

20. Januar 2017

Lobbyarbeit, Konferenz und neue Aktionen: Unsere Pläne für’s Wahljahr 2017!

Planungstreffen_Januar2017_Köln

Was haben wir in 2016 erreicht? Was können wir 2017 noch besser machen? Und wo sollen wir im wichtigen Bundestagswahljahr die Schwerpunkte setzen? Das waren die Fragen, die uns am vergangenen Samstag bei unserer Auswertungs- und Planungskonferenz in Köln beschäftigt haben. Gemeinsam mit Mitgliedern des Kampagnenrates und des Träger*innenkreises haben wir einen ganzen Tag lang unsere Kampagnenarbeit in 2016 ausgewertet und Pläne für 2017 geschmiedet.

09. Januar 2017

Kampagnenplanung 2017 – nehmt jetzt an unserer Umfrage teil!

Umfrage_13.11.2017

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Aktive,

Mitte Januar werten wir die erste Phase der Kampagne „MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien“ aus und planen, wie wir 2017 unserer Vision einer konstruktiven und auf Zivile Konfliktbearbeitung setzenden deutschen Außen- und Sicherheitspolitik näher kommen können. Und damit diese Planung gelingt, brauchen wir Euer Feedback! Egal, ob spontane Einzelmeinungen oder gemeinsam in der Gruppe erarbeitet – Eure Stimmen sind wertvoll und sollen mit in die bundesweite Planung einfließen.

15. Dezember 2016

Wir trauern um die Opfer des Krieges in Aleppo und Mossul und anderswo

Logo MF schwarz

Gewalt erzeugt Gegengewalt. Waffen werden eingesetzt, um mit Waffen zu siegen. Menschen verletzen und töten Menschen. So in Aleppo und Mossul und überhaupt und überall, wo der Mythos der Gewalt blüht. Der Ausweg aus der Gewalt ist der Weg raus aus der Gewalt. Wer Waffen einsetzt oder verkauft oder exportiert oder an „befreundete“ Kämpfer*innen weitergibt, wer Menschen an Waffen ausbildet und in Minderjährigen die Faszination der Waffen befeuert, nimmt Tragödien wie in Aleppo billigend in Kauf.

http://www.macht-frieden.de/

Kampagne fordert Abkehr von Militärpolitik und zeigt zivile Alternativen auf
In Syrien nicht den Krieg befeuern, sondern den Frieden fördern!

Berlin/Bonn  –  Die US-Administration schickt im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat 1.000 zusätzliche Soldaten nach Syrien und weitet die Luftangriffe aus, was zu einer erhöhten Zahl ziviler Opfer führt. Spiegel Online berichtet, seit Januar dieses Jahres seien „mehr Zivilisten in Syrien durch amerikanische als durch russische Luftschläge getötet worden“. Anlässlich der Aufforderung von Donald Trump an die europäischen Regierungen, sich an dieser Militärpolitik zu beteiligen, warnt die Kampagne „MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien“ vor der Intensivierung der gescheiterten Politik und fordert von der Bundesregierung, stattdessen den Friedensprozess unter UN-Verantwortung zu stärken und auf zivile Lösungen zu setzen. Dazu legt sie ein umfangreiches Forderungspapier vor, in dem  zivile Alternativen beschrieben werden.

„Als der Westen während der Bombardierung Aleppos durch syrisches und russisches Militär den Städtekampf als Barbarei bezeichnete, hatte er Recht,“ sagt Berthold Keunecke, Co-Sprecher der Kampagne, und fährt fort: „– doch das gilt für jeden Städtekampf, insbesondere auch für den um Mossul, wie die neuesten Berichte zeigen. Eine Ausweitung der Militäraktionen in Syrien würde das Leid der syrischen Bevölkerung  nur vergrößern. Stattdessen müssen Waffenstillstände, wo immer sie lokal und regional möglich sind, und humanitäre Hilfe prioritär sein. Waffenstillstände können aber nicht mit Zwang durchgesetzt werden, sondern sind auf Konsens angewiesen.“

In ihrem Forderungspapier legt die Kampagne Vorschläge für eine wirksame Hilfe für Syrien vor, die von der Aufhebung der Sanktionen gegen Syrien bis hin zu Initiativen reichen, die der konkreten Konfliktbearbeitung vor Ort dienen. Der sog. IS und die Milizen sollen durch Druck auf ihre jeweiligen Unterstützer*innen ihre Quellen verlieren: Insbesondere die Golfstaaten, aber auch andere unterstützende Kräfte müssen dazu gedrängt werden, ihre Hilfe für die islamistischen Kämpfer*innen einzustellen – weder Geld noch Waffen dürfen weiter geliefert werden. Stattdessen sind Zivile Konzepte zum Schutz von Zivilist*innen vor Gewalt zu fördern, wie sie z.B. von der Nonviolent Peaceforce erfolgreich erprobt worden sind. Außerdem sollte ein Hilfsprogramm für die Region entwickelt werden, vergleichbar mit dem Marshallplan für die Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg. Eine Ständige Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit im Nahen und Mittleren Osten (KSZNMO) nach dem Vorbild der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) könnte darüber hinaus Raum schaffen für den langwierigen Prozess eines fairen Interessenausgleichs und einer Befriedung der Region.

Die Kampagne „MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien“ fordert von allen Abgeordneten des Deutschen Bundestages, militärische Scheinlösungen zu vermeiden. Stattdessen sollen sich die Abgeordneten mit allen ihnen zur Verfügung stehenden parlamentarischen Mitteln für diplomatische, zivile und humanitäre Lösungen im Syrienkonflikt und im Kampf gegen den Terrorismus einsetzen.

Das neue Forderungspapier der Kampagne kann hier heruntergeladen werden: http://www.macht-frieden.de/sites/default/files/inline-files/MACHT%20FRIEDEN_Forderungspapier_Maerz_2017.pdf.

Die Kampagne „MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien“ wird getragen von 25 Organisationen und Gruppen der deutschen Friedensbewegung, darunter die IPPNW, die DFG-VK, der Versöhnungsbund und pax christi. Mehr Informationen über die Kampagne und die beteiligten Trägerorganisationen: www.macht-frieden.de.

Pressefotos zu Ihrer freien Verfügung finden Sie unter https://www.flickr.com/photos/friekoop/sets/72157676285684476.

Pressekontakt:
Angelika Wilmen (Pressesprecherin IPPNW, Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung), IPPNW, Körtestr. 10, 10967 Berlin, Mobil: 030 / 69807415, Email: wilmen@ippnw.de, www.ippnw.de
 
Philipp Ingenleuf (Koordinator der Kampagne), Netzwerk Friedenskooperative, Römerstr. 88, 53111 Bonn, Tel.: 0228 / 69 29 04, Email: p.ingenleuf@friedenskooperative.de,www.macht-frieden.de 

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