Wärmster März seit das Wetter aufgezeichnet wird, seit 1881! Im Vergleich zur international gültigen Referenzperiode von 1961 bis 1990 lag dieser März etwa 3,7 Grad über dem Durchschnitt. Seit 1881, dem Beginn der Wetteraufzeichnungen, ist es in Deutschland demnach um 1,4 Grad wärmer geworden – und damit stärker als im weltweiten Vergleich. International habe der Anstieg seitdem bei etwas unter einem Grad gelegen. Das Jahr 2016 wird wahrscheinlich das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Nach vorläufigen Daten hat sich die Erdtemperatur im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter um etwa 1,2 Grad Celsius erwärmt.

Wärmster März in Deutschland seit 1881

Der vergangene März war in Deutschland der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Nach ersten Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes lagen die Temperaturen etwa 3,7 Grad über dem Soll.

Deutschland Wetter Frühling in Frankfurt am Main (picture-alliance/dpa/A. Dedert)

Die Durchschnittstemperatur in Deutschland lag im März bei 7,2 Grad und schlug damit die März-Monate von 1881, 1938 und 1989, die mit jeweils 7,0 Grad bisher den Rekord hielten. Wetter und Temperaturdaten gibt es in Deutschland seit 1881.

Im Vergleich zur international gültigen Referenzperiode von 1961 bis 1990 lag dieser März etwa 3,7 Grad über dem Durchschnitt. Das zeigt die erste Auswertung der rund 2000 Messstationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD). „Damit liegt dieser Monat im von uns erwarteten Trend des Klimawandels in Deutschland“, sagte DWD Präsident Prof. Gerhard Adrian.

Infografik Temperaturen 1880-2016

„Apfelbäume blühen zehn Tage eher“

Die Klimaveränderung sind auch in Deutschland inzwischen sichtbar. Die Wachstumsphasen in der Natur werden immer länger und der Frühling beginnt immer früher. Seit 1961 hat sich die Zeit in der Pflanzen wachsen, blühen und fruchten um rund zwei Wochen verlängert. Schneeglöckchen, welche den Beginn des Vorfrühlings markieren, blühen heute etwa zwei Wochen eher als in den 1960iger Jahren.

Auch an der veränderten Apfelblühte ist der Klimawandel in Deutschland deutlich sichtbar: „Unsere langjährigen Beobachtungen des Blühtermins beim Apfel belegen eine Vorverlagerung der Blüte in den vergangenen 25 Jahren um rund 10 Tage“, sagt Margareta Barth von der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz in Baden-Württemberg (LUBW).

Projektleiterin Sandra Dezenter beobachtet in diesem Jahr durch den warmen März eine noch frühere Apfelblüte. „Bei unseren Beobachtungsbäumen im Rheintal bei Bietigheim und Gernsbach hat schon am 31.3. eingesetzt“, erklärt sie gegenüber der DW. „In den letzten zehn Jahren lag dort der Beginn der Blüte im Durchschnitt erst am 11. April, also 11 Tage später.“

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