NZZ: „Wer seine Massenvernichtungswaffen aufgibt, ist des Todes“: Die militärisch allen anderen überlegenen Natostaaten lassen sich nicht vom Gewaltverbot des Völkerrechts abschrecken, Staaten, wie Irak oder Libyen zu zerstören. Weil Nordkorea befürchtet, auch angegriffen zu werden, sieht es keine Wahl, als Atomwaffen herzustellen. Traurig, aber wir haben noch keine Friedensordnung, die das Gewaltverbot gegen Natostaaten durchsetzen kann. Die NZZ macht klar, was die meisten Westmedien verschweigen: „Die Motive, eine solche Rakete (nuklearen Interkontinentalraketen, die die USA erreichen können) zu entwickeln, liegen auf der Hand. Kim braucht sich nur vor Augen zu führen, was im Irak und in Libyen passiert ist, um zum Schluss zu kommen: Wer seine Massenvernichtungswaffen aufgibt, ist des Todes.“ Nordkorea hat nach einem gemeinsamen Militärmanöver der USA und Südkoreas nahe seiner Grenze vor der wachsenden Gefahr eines Atomkriegs gewarnt. Washington bringe die Halbinsel mit seiner „militärischen Provokation“ an den Rand eines Atomkriegs, schrieb die staatliche Zeitung „Rodong“ am Sonntag in einem Leitartikel.Sie warnte Washington und Seoul, nicht „mit dem Feuer zu spielen“. „Jede kleine Fehleinschätzung“ könne einen Atomkrieg und damit „zwangsläufig“ einen neuen Weltkrieg auslösen.

In Syriens Südwesten – für den die USA und Russland einen Waffenstillstand vereinbart haben – sind nicht nur die Bürgerkriegsparteien und ihre Allianzpartner aktiv. Das formal neutrale Israel hat enormes Interesse an der Gegend und versucht zu verhindern, dass Russland dort den Waffenstillstand überprüft. Israel errichtet im Nachbarland Syrien seit Jahren eine israelfreundliche Pufferzone ein. Sie reicht rund 10 Kilometer in syrisches Gebiet und ist etwa 20 Kilometer lang. Israel soll zudem lokale syrische Milizen mit Geldzahlungen unterstützen.

UN verbieten in historischem Abkommen Atomwaffen. Bundesregierung blieb den Verhandlungen fern. Das völkerrechtlich verbindliche Abkommen verbietet neben der Herstellung, dem Einsatz und Besitz auch die Drohung mit einem Nuklearschlag sowie die Stationierung von Atomwaffen in anderen Staaten. Damit handelt künftig auch die Bundesregierung mit der nuklearen Teilhabe in der NATO und der Verfügung über US-Atomwaffen in Deutschland gegen geltendes Völkerrecht. Die Bundesregierung blieb aus diesem Grund und auf Druck der USA den Verhandlungen fern.

122 Staaten fordern ein totales Verbot von Nuklearwaffen. Die neun Atomwaffenstaaten, von denen einige anderen immer wieder unter Gewaltandrohung Atomwaffen verbieten wollen, boykottierten die Verhandlungen. Ablehnend stehen zu dem Vertragswerk aber nicht nur die neun Atomwaffenstaaten, sondern auch die meisten Mitglieder der Nato sowie weitere Verbündete der USA, die vom amerikanischen Schutzschirm profitieren. Die treibenden Kräfte hinter der Idee eines Verbots, darunter Länder wie Österreich, Norwegen und Mexiko sowie diverse nichtstaatliche Organisationen, hoffen jedoch, ein wichtiges Signal aussenden zu können. Sie argumentieren, dass eine von der Mehrheit der Staaten getragene Atomwaffenkonvention beitragen werde, Atomwaffen zu delegitimieren und die abrüstungsunwilligen Atomstaaten unter Druck zu setzen. In der Präambel des vorgeschlagenen Vertrags wird die nukleare Abrüstung als moralische Verpflichtung deklariert. Verwiesen wird dabei auf das Risiko eines absichtlichen oder irrtümlichen Einsatzes von Atomwaffen mit katastrophalen Folgen für die gesamte Menschheit. 90 Prozent der weltweit gegenwärtig rund 15’000 Atombomben befinden sich im Besitz der USA und Russlands. Der Vertrag soll im September zur Unterzeichnung aufgelegt werden. Sobald ihn fünfzig Länder unterschrieben und ratifiziert haben, tritt er in Kraft – wenn auch nur für die entsprechenden Teilnehmerstaaten.

Hawking geht davon aus, dass die Erde über kurz oder lang unbewohnbar wird. Der britische Physiker Stephen Hawking übt scharfe Kritik an der Klimapolitik des US-Präsidenten. Die internationale Umweltorganisation Climate Transparency kommt unterdessen zu dem Schluss, dass alle Top-Wirtschaftsmächte viel zu wenig tun, um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu erfüllen. Die G20-Länder sind für 75 Prozent der weltweiten Emissionen an Treibhausgasen verantwortlich. Bei dem gegenwärtigen Trend würde die Erderwärmung auf drei bis vier Grad steigen. Auch Deutschland schneidet aufgrund des seit 2010 nahezu gleichbleibend hohen Kohleverbrauchs in der Kategorie Pro-Kopf-Emissionen relativ schlecht ab.

Ein Buch schlägt Wellen: Unsere schöne imperiale Lebensweise: Wie das westliche Konsummodell den Planeten ruiniert: Das alltägliche Leben in den kapitalistischen Zentren wird wesentlich durch den im Prinzip unbegrenzten Zugriff auf das Arbeitsvermögen, die natürlichen Ressourcen und Senken im globalen Maßstab ermöglicht. Entscheidend für das Leben in den kapitalistischen Zentren ist die Art und Weise, wie Gesellschaften andernorts – insbesondere im globalen Süden – organisiert sind und ihr Verhältnis zur Natur gestalten. Dies wiederum ist grundlegend dafür, ob der für die Ökonomien des globalen Nordens nötige Transfer von Arbeit und Natur aus dem globalen Süden gewährleistet ist. Umgekehrt strukturiert die imperiale Lebensweise im globalen Norden die Gesellschaften an anderen Orten in hierarchischer Weise entscheidend mit. Angeregt durch die Arbeit von Ulrich Brand und Markus Wissen hat sich ein Kollektiv junger WissenschaftlerInnen und AktivistInnen gebildet, die sich vorgenommen haben, ein Jahr lang gemeinsam am wissenschaftlichen Konzept der Imperialen Lebensweise zu arbeiten und dieses für eine breite Öffentlichkeit aufzubereiten. Das Ergebnis: Ein aufwendig gestaltetes Dossier, das erläutert, wie unsere derzeitige Produktions- und Lebensweise Mensch und Natur belasten. Es beleuchtet verschiedene Bereiche unseres alltäglichen Lebens, unter anderem Ernährung, Gesundheit, Mobilität und Digitalisierung. Schließlich werden sozial-ökologische Alternativen und Ansatzpunkte vorgestellt, wie wir ein gutes Leben für alle erreichen – anstatt ein besseres Leben für wenige.

Trumps Klimapolitik veranlasst ehemaligen US-Vertreter in China den Diplomatischen Dienst zu verlassen: Der Abschied vom Klimapakt aber sei etwas, was er nicht verteidigen könne, dazu wiege der Fehler zu schwer. Er könne sie weder als Patriot noch als Christ oder vor seinen Kindern vertreten, weshalb er das diplomatische Korps nach fast drei Jahrzehnten verlasse. Die Onlineplattform Breitbart News, die verlässlichste publizistische Stütze des Weißen Hauses, nennt den Trump-Kritiker daraufhin einen „politischen Agenten“. Noch billiger sei es, Expertenwissen madigzumachen, ausgerechnet zu einer Zeit, da eine komplexe Welt Expertise mehr denn je brauche. Bis vor kurzem, doziert der Ex-Diplomat, hätten sich die USA der Wissenschaft noch bedient, um andere zu verantwortungsvollem Handeln anzuhalten. Der wissenschaftliche Konsens beim Klimawandel sei grundsolide, „wir aber legen der Wissenschaft einen Maulkorb an, während sich die Welt fragt, ob wir empirische Beweise überhaupt noch zu schätzen wissen“.