Der Bereiter der Grundlagen des Netzwerkes des islamischen Terrorismus, der US-Amerikaner, Zbigniew Brzezinski, ist gestorben. Er hatte Präsident Charter beraten, Islamisten aus aller Welt zusammenzuholen und militärisch auszubilden, um die säkulare afghanische Regierung stürzen zu können. Und er erklärte später stolz: „Was war wichtiger im Anblick der Weltgeschichte? Die Taliban oder der Zusammenbruch des Sowjetimperiums? Ein paar aufgescheuchte Moslems oder die Befreiung Mitteleuropas und das Ende des Kalten Krieges?“ Aus diesen mit westlicher – v.a. allem US-amerikanischer – Aktivität geschaffenen islamistischen Netzwerken ging Al Kaida und IS hervor.

G7-Gipfel vergrößert das Flüchtlingsleid und ignoriert Italiens Wunsch: Italien hatte Sizilien als Schauplatz für den G7-Gipfel ausgewählt, um die Staats- und Regierungschefs auf das Flüchtlingselend aufmerksam zu machen. Doch damit vergrößerten sie noch das Elend: Aus Sicherheitsgründen durften während des G-7-Gipfeltreffens in Taormina Rettungsschiffen Flüchtlinge nicht wie üblich in sizilianische Häfen bringen. Dies hat zur Folge, dass überladene Schiffe mit geretteten Migranten tagelang auf hoher See bleiben mussten. Die Organisation Médecins sans Frontières berichtete, eines ihrer Schiffe habe am Donnerstag 1500 Bootsflüchtlinge in Seenot geborgen, obwohl man eigentlich nur für 600 Personen Platz habe. Unter den Geretteten sollen sich auch 45 Kinder befinden. Weil das Boot nicht in Sizilien anlegen konnte, muss es bis nach Neapel fahren, wo es laut der Hilfsorganisation am Sonntag erwartet wird. Es sei inakzeptabel, dass wegen des Gipfeltreffens das Leben so vieler Menschen gefährdet werde. Und rausgekommen für die Flüchtlinge ist bei dem Treffen auch nichts: Anstatt in einer separaten Erklärung, wie der Gastgeber gewünscht hatte, wird das Thema nur mit ein paar unverbindlichen Zeilen in der allgemeinen Abschlusserklärung erwähnt.

An alle die Frage: Wenn Terroristen aus dem Koran zum Terror motiviert wären, warum gab es dann keine Terroranschläge von Islamisten in der westlichen Welt bevor westliche Staaten muslimische Länder angegriffen haben? Das haben sie schon seit dem Ende des Ersten Weltkriegs getan. Verstärkt aber wieder in den vergangenen 15 Jahren. Und diese Angriffe auf die nach dem Zweiten Weltkrieg von den europäischen Kolonialmächten befreiten muslimischen Staaten hat das westliche Imperium von langer Hand geplant. Das hatte uns der US-amerikanische General, Wesley Clark, vor über zehn Jahren enthüllt. Und niemand hatte diese Länder vor diesen völkerrechtswidrigen westlichen Interventionen und dem Verlust von Millionen von Menschenleben geschützt. Keine UNO, keine westlichen Zivilgesellschaften, keine internationalen Gerichte, keine westlichen Politiker, keine christlichen Kirchen, keine Gewerkschaften. Das ist der Hintergrund, warum junge Muslime nun glauben, dass nur sie durch Terror den Westen abschrecken können, so weiter zu töten. Sie verbinden das immer mit den Krieg gegen Ungläubige, weil sie davon ausgehen, dass gläubige Menschen solche Kriege und Massaker nicht führen würden. Sie sehen nicht, dass sie das Gleiche tun, was der Westen seit Jahrhunderten tut und das sie kritisieren: Menschen töten, viele Unschuldige und Unbeteiligte. Ich glaube aber, sie werden das nur einstellen, wenn wir im Westen durchsetzen, dass die Regierungen und Unternehmen nicht mehr Gewalt einsetzen gegen andere Staaten, um sich deren Reichtum aneignen zu können. Wenn wir diese Politikänderung, die etwa der Vorsitzende der britischen Arbeiterpartei – der größten Volkspartei Europas – jetzt anmahnt, nicht durchsetzen, wird sich die Spirale der Gewalt immer schneller drehen und immer mehr Opfer fordern, auch in den westlichen Ländern. Die Politiker wissen das, alle die islamistische Terroristen befragten, warum sie das tun, hören dass deren Motivation eine Reaktion auf die westlichen Angriffe auf die islamischen Länder ist und dass niemand die Menschen dort davor schützt. Der Nato-Beschluss, sich jetzt an den Kriegen im Nahen Osten zu beteiligen, die vor allem die Eliten der USA, GBs und Frankreichs begonnen haben, ist eine weitere Eskalationsstufe, und wird alle Natostaaten terroristischen Gegnern als Feinde erscheinen lassen. Und für diese fehlgeschlagenen Kriege (fehlgeschlagen gemessen an dem, was uns versprochen wurde als Ziel der Kriege) sollen wir jetzt noch mehr unserer Steuern hergeben, auf soziale Rechte verzichten? Wenn wir das durchgehen lassen, machen wir uns da nicht tatsächlich mitschuldig an der Eskalation des Sterbens? Könnte man mit dem Geld nicht besser die zerstörten Staaten wieder aufbauen, um den Menschen Perspektiven zu geben, sie aus ihrer verzweifelten Lage herausholen? Könnte man damit nicht die internationale Zusammenarbeit und den Aufbau von Vertrauen zwischen Christen und Muslimen und Nicht-Gläubigen stärken und die Zusammenarbeit für eine Welt mit menschenwürdigem Leben und Frieden für alle, wie in der Menschenrechtserklärung 1948 beschlossen? Es liegt an uns, das voranzubringen! Das hat vor allem auch in der muslimischen Welt eine Basis. Das US-amerikanische Meinungsforschungsinstitut Gallup hat bei Befragungen unter Muslimen ermittelt, dass die Mehrheit die westlichen Werte gut findet und auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Weit verbreitet aber ist auch der Glaube, dass der Westen diese Werte in den muslimischen Ländern nicht verwirklicht stehen will. Wenn das Volk wirklich herrsche in einer Demokratie, hätte er es nicht mehr so leicht, sich die Rohstoffe der Länder anzueignen. Sie verstehen mehr von dem, was vor sich geht, als die meisten Menschen in den westlichen Ländern, die weit weg sind vom Kriegsgeschehen und deshalb leicht einseitig informiert werden können. Es liegt an uns, sie in Kontakt zu bringen und umfassend zu informieren.

US-Senatoren wollen Teil des Waffendeals mit Saudi-Arabien stoppen: Sie wollen den Verkauf von bestimmten Präzisionswaffen im Wert von 500 Millionen Dollar aus dem Deal verhindern. Die Regierung von Trumps Vorgänger Barack Obama hatte den Export von Präzisionswaffen nach Saudi-Arabien ausgesetzt, da wiederholt berichtet wurde, dass das saudische Militär mit US-Waffen im Jemen humanitäre Einrichtungen und die Zivilbevölkerung angegriffen hatte. Angesichts der früheren Unterstützung des Terrors durch Saudi-Arabien, einer schlechten Menschenrechtsbilanz und des fragwürdigen Vorgehens im Jemen-Kriegmüsse diskutiert werden, ob diese Verkäufe im Interesse der nationalen Sicherheit der USA seien. Ein Gesetz zu Waffenexporten aus dem Jahr 1976 ermöglicht es Senatoren, eine derartige Abstimmung zu erzwingen. Die drei selben Abgeordneten hatten im vergangenen Jahr versucht, den Verkauf von US-Panzern im Wert von fast 1,2 Milliarden Dollar an Saudi-Arabien zu verhindern. Sie verloren die Abstimmung deutlich. Bei der aktuellen Abstimmung kann der Republikaner Paul mit der Unterstützung von einigen Demokraten rechnen.

Trotz Cholerausbruch führt Saudi-Arabien mit westlicher Unterstützung den Krieg gegen Jemen weiter; die Medien schweigen: Saudi-Arabien ist ein zu reicher Kunde. Im Jemen ist die Zahl der Cholera-Opfer stark angestiegen. Bislang starben 398 Menschen an den Folgen von Cholera. Das Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO im Jemen veröffentlichte auf Twitter eine Erklärung. Demnach wurden in 19 Provinzen im Jemen seit dem 27. April 38,300 Cholera-Fälle registriert. Etwa ein Drittel des jemenitischen Volkes habe keinen Zugriff an sauberes Trinkwasser. Deshalb könne die Verbreitung der Cholera-Epidemie nicht verhindert werden. Die Saudis – deren Bombenflugzeuge von den USA in der Luft betankt werden – haben große Teile der Infrastruktur und Wasserversorung im Jemen mit ihren Bomben zerstört. Sie blockieren zudem Häfen, über die Hilfslieferungen gebracht werden können oder haben in Häfen die Ladekräne zerstört, damit die Hilfslieferungen nicht oder nicht rechtzeitig entladen werden können. Die UNO spricht von einer drohenden Katastrophe biblischen Ausmaßes. Von ihr eingeleitete Friedensverhandlungen werden von Saudi-Arabien blockiert. Versuchen wir uns zu informieren und das Schweigen der Herrschenden über den drohenden Völkermord der Saudis an den Jemeniten zu durchbrechen und ihn zu verhindern!